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Regensburg – Immer mehr wird deutlich, dass das sich zurecht geschneiderte Wunschdenken, die Flüchtlinge könnten einen maßgeblichen Beitrag zur Schließung einer einwanderungspolitisch instrumentalisierten Fachkräftelücke leisten am in der überwiegenden Zahl unzureichenden Qualifikationsniveau scheitert. Gemessen an der Personalpolitik beim Bildungspersonal und der vielfachen Aufgabe von Schulstandorten der vergangenen Jahre, wird gegenwärtig ein immenser Einsatz an den Tag gelegt, um schnellstmöglich die Rahmenbedingungen für die Ausbildung jugendlicher Flüchtlinge zu schaffen. In sogenannten Berufsintegrationsklassen sollen junge Asylbewerber und Flüchtlinge innerhalb von zwei Jahren darauf vorbereitet werden, eine Ausbildung aufzunehmen. Die Regierung des ostbayerischen Bezirks Oberpfalz rühmt sich besonderer Erfolge und Ambitionen auf diesem Gebiet. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 bestanden in der Oberpfalz bereits 39 Berufsintegrationsklassen für berufsschulpflichtige Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen, die zum Februar auf 63 Klassen erhöht wurden.

Berlin – Nach Auffassung von Bundesagentur für Arbeit, Deutschem Landkreistag und dem Deutschen Städtetag als Träger der Jobcenter müssen die Regelungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) dringend weiter entwickelt und an aktuelle Aufgaben und Problemstellungen angepasst werden. Diesbezügliche Vorschläge hinsichtlich einer notwendigen besseren Förderung von Langzeitarbeitslosen sowie der stark wachsenden Anzahl von Flüchtlingen und Asylberechtigten innerhalb des SGB II wurden nun in einem gemeinsamen Positionspapier der Öffentlichkeit dargestellt. Dies Papier befasst sich zudem mit Möglichkeiten zur Entlastung der Jobcenter durch Verfahrensvereinfachungen im SGB II und gibt Anregungen für eine effizientere Bearbeitung. Insbesondere zielen die Verfasser auf eine verbesserte Finanzausstattung für gezielte Förderangebote für die Leistungsberechtigten und zusätzliches Personal ab, sprich dass die Finanztitel für Eingliederungsmittel und Verwaltungskosten deutlich aufgestockt werden.

Wien – Es gibt nicht nur eine angeblich europaweite Fachkräfteproblematik, die durch herbeihalluzinierte High-Potential-Migranten geschlossen werden müsste, sondern durchaus Arbeitsmarktprobleme, die nicht nur nicht durch Zuwanderungsphantasien gelöst, sondern vielmehr sogar durch selbige ausgelöst werden. Darauf machten die Freiheitlichen in Österreich aktuell aufmerksam und forderten entschlossenes politisches Handeln. Arbeitslosigkeit ist auch in Österreich ein nach wie vor ungelöstes Problem und diese steigt auch im Jahr 2016 weiter auf traurige Rekordwerte an. Laut einer Aussendung des Sozialministeriums waren Ende Februar 475.931 Menschen ohne Beschäftigung, sprich 2,1 % mehr als vor einem Jahr. Im Januar verzeichnete man einen Anstieg von 4,6 % und auch die Zahl der Teilnehmer von AMS-Kursen ist gestiegen. Die Freiheitlichen fordern einen grundlegenden arbeitsmarktpolitischen Kurswechsel, der auch mit Kritik an der vollzogenen EU-Osterweiterung und deren Folgen nicht spart.

Donnerstag, 11 Februar 2016 10:39

DIHK: Briten stellen die richtigen Fragen!

Berlin – Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), tätigte in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ einige bemerkenswerte Aussagen, die in der politischen Debatte zumeist so nicht zum tragen kommen. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft der Europäischen Union, die Flüchtlingspolitik und das Krisenmanagement der verantwortlichen Politik. Ob sich die Zukunft Griechenlands innerhalb der EU befinden wird, wurde seitens so mancher schon des öfteren in Zweifel gestellt, doch nicht weniger aktuell stellt sich diese Frage für das volkswirtschaftlich weitaus bedeutendere Großbritannien mit Blick auf deren Referendum zu dieser europapolitischen Gretchenfrage im kommenden Jahr. Die damit im Zusammenhang stehenden Fragen, sprich die Forderungen des britischen Premierministers David Cameron werden ein Schwerpunktthema auf dem kommenden EU-Gipfel am 18./19. Februar sein.

Berlin – Blinde Fortschrittsgläubigkeit muss nicht zwingend ein Kennzeichen von besonderer Weitsichtigkeit sein, und so mancher Fortschritt voreilig in Marsch gesetzt, lässt die Frage nach dem gesellschaftlichen Vorteil unbeantwortet. Aktuell wäre diese Debatte aus Sicht der arbeitsmarktrelevanten Technikfolgenabschätzung im Zusammenhang mit der unter Industrie 4.0 bezeichneten Digitalisierung der Industrielandschaft angebracht. Immerhin soll laut einer neuen Studie besagte Digitalisierungsoffensive in den kommenden fünf Jahren eine Vielzahl an Büro- und Verwaltungsstellen obsolet machen. Die Rede ist von etwa fünf bis sieben Millionen Arbeitsplätzen weltweit, wobei es vor allem in der deutschen Arbeitswelt zu erheblichen Umbrüchen kommen soll. Diesem Befund liegt eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Weltwirtschaftsforums zugrunde, auf die sich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berief.

Washington - In Sachen Krisenpolitik aufgrund instabiler Volkswirtschaften braucht der Blick keineswegs nur auf Griechenland und Südeuropa gerichtet werden, sondern darf durchaus auch einmal die Datenlage der Europa so gerne Empfehlungen aussprechenden Sanktionslokomotive aus Übersee eingehend analysiert werden. Ein Blick hinter die offiziell verlautbarten Statistik-Kulissen läßt dann vielleicht auch auf die Motivation gewisser weltpolitischer Richtungsentscheidungen der Großmacht USA schließen. Desöfteren schon verlautbarte der ehemalige stellvertretende US-Finanzminister und frühere Mitherausgeber des Wall Street Journal Dr. Paul Craig Roberts kritische Analysen zur US-amerikanischen Politik, und so auch aktuell bei King World News hinsichtlich der Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes, womit er den Meldungen einer Erholung der US-Wirtschaft entschieden widerspricht.