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Berlin - Noch vor Monaten galt die in Deutschland und in den USA angesiedelte Unternehmensgruppe Oil & Gas Invest AG um den Hauptaktionär Jürgen Wagentrotz als ausgezeichnet aufgestellt. Die Bonität der OGI war richtig gut. Vor allem das unternehmerische Gewicht eines Jürgen Wagentrotz, aber auch eines Günter Döring machte die ambitionierten Erdölförderer sichtbar stark. Doch von "finanzieller Stärke" kann zeitweise bei der OGI AG nicht mehr gesprochen werden, wenn Gläubiger über den örtlichen Gerichtsvollzieher inzwischen die Konten der Oil & Gas Invest AG pfänden und sperren lassen. Und der wohlhabende und vermittelnde Günter Döring ist aus dem Vorstand ausgeschieden.

Frankfurt am Main - Welche Kompetenz verleiht eigentlich TV-Star Guido Maria Kretschmer einem Frankfurter Magnaten im Ölgeschäft? Das fragen sich seit einigen Wochen nicht nur Journalisten, sondern auch viele Anleger, die in die Geschäftsidee der OGI AG u.a. über Nachrangdarlehen investiert haben. Guido Maria Kretschmer ist sicher ein Mann für den weiblichen Chic. Aber J.R. Ewing haben wir uns anders vorgestellt.

Regensburg - Tiefengeothermie ist eine jener hoch gelobten und doch umstrittenen alternativen Energieträger, die bislang noch ihre Marktreife beweisen muß. Theoretisch ist das Geschäftsmodell einfach. Man bohrt mehrere Löscher in tiefe Erdschichten und läßt von dort unter hohem Druck heißes Wasser emporschießen. Damit kann man dann Kraftwerke zur Stromerzeugung andocken. Doch solche Bohrungen kosten viel Geld. Ein leistungsfähiges und rentierliches Kraftwerk ist zudem eine gewaltige Investition. Viele Unsicherheiten prägen das Geschäftsmodell.

Regensburg - Energieerzeugung aus Tiefengeothermie ist ein neues Geschäftsfeld in Mitteleuropa. Auch hier machte das umstrittene EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)  Visionen erst möglich. Die Regensburger FG-Unternehmensgruppe (Geokraftwerke u.a.) möchte sich in diesem Marktumfeld entwickeln und behaupten. Auch Anlegergelder kleinerer Investoren befinden sich dabei im Einsatz. Daran entzündete sich zuletzt Kritik, dass nicht alles bei FG so erfolgreich verlaufe, wie man es bei Forever Green den Kapitalanlegern zugesagt habe.

Umgekehrt sieht sich der FG-Geschäftsführer Wolfgang Hageleit einer "gesteuerten Presse-Kampagne" ausgesetzt, hinter der er einen früheren Geschäftspartner und dessen Berliner Kontaktnetz vermutet.

Berlin - Der Berliner Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte (Jahrgang 1966) gilt als ausgewiesener Kopf in Fragen des Verbraucherschutzes bei Kapitalanlagen. In den Medien sind Dr. Schulte, aber auch andere Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Thomas Schulte & Partner, omnipräsent. Darunter zu zählen sind sicher die Rechtsanwälte Dr. Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen, Danuta Wiest, Dr. Erik Olaf Kraatz oder auch der "Oberle-Jäger" Rechtsanwalt Christian M. Schulter. Letzterer ist inzwischen in der Kanzlei Dr. Thomas Schulte & Partner überraschend ausgeschieden. Christian M. Schulter hatte sich in der Vergangenheit insbesondere einen Namen bei der Aufarbeitung der durch die schweizerische Finanzmarktaufsicht FinMA geschlossenen SAM AG des Bankkaufmanns Michael Oberle und anderer einen Namen gemacht. Damals mit dabei bei der SAM AG war auch der Kaufmann Michael Hollenbach, der zwischenzeitlich ein Auskommen bei der Regensburger FG.de-Gruppe (Forever Green) gefunden haben soll. So zumindest berichtet der Finanzmarkt-Blog GoMoPa.net (http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1644&meldung=Wolfgang-Hageleit-GEOKRAFTWERKEde-GmbH-Verkaufte-warme-Luft-und-heute-heisses-Wasser) am 16.10.2014.

Regensburg - Die "Forever Green" ("FG.de") Firmengruppe des Kaufmanns Wolfgang Hageleit ist vor allem ein "Versprechen an Anleger auf eine ertragsstarke Zukunft mit Geothermie". Technische Basis für die Energiegewinnung aus Tiefengeothermie bildet das Team um den Grazer Universitätsprofessor Dr. Johann Goldbrunner. Prof. Dr. Goldbrunner ist Leiter des "Geoteam Graz", eines der rennomiertesten Consulting-Unternehmen im Bereich Geothermie. Das "Geoteam Graz" hat bereits zahlreiche Tiefenbohrungen im süddeutschen und oberösterreichischen Molassebecken erfolgreich geplant und betreut. 2009 wurde "Geoteam Graz" für den Staatspreis für Ingenieurconsulting nominiert. Das ist sicher eine erstklassige Partnerschaft. Doch auch Ungereimtheiten ergeben sich aus einer genauen Einschätzung der "Forever Green".

Regensburg - Die FG-Geothermie hat sich dem Bau von Geothermie-Kraftwerken zur Nutzung von Erdwärme verschrieben, bis zu fünf an der Zahl sollen es sein, und da dies nicht ohne Kapitaleinsatz zu bewerkstelligen ist, bemüht sie sich - um Anlegergelder. Die noch relativ junge Technologie wird über staatliche Förderkredite der KfW in der Finanzierung unterstützt sowie auch für immerhin 20 Jahre eine gesetzlich festgelegt Stromabnahme zum Fixpreis von 0,25 €/kWh garantiert ist. Rahmenbedingungen, die im Zuge einer anvisierten Energiewende, zumal an Standorten mit geeigneten geographischen Voraussetzungen erst einmal perspektivisch scheinen. Zudem ist die Geothermie mit Blick auf die Substitution konventioneller Kraftwerke energiepolitisch vor allem auch aufgrund ihrer von Tageszeiten und Umwelteinflüssen unabhängigen Grundlastfähigkeit interessant. Insofern ist davon auszugehen, daß ein erst einmal in Betrieb gegangenes Geothermiekraftwerk eine investorenfreundliche Kalkulationsgrundlage aufweist.

Regensburg - Wolfgang Hageleit, Kopf der Regensburger FG-Gruppe für regenerative Energien, sieht sein Unternehmen und sich selbst als "Gewinner der Energiewende". Geothermie ist das große Investitionsthema der weit gegliederten Unternehmensgruppe, die vor Jahren mal unter "Fröschl" firmierte und da noch vom umstrittenen Finanzakrobaten Florian Fritsch geleitet wurde. Und "Visionen" hatte dieser Florian Fritsch sicher mal, bevor ihn sein vormaliger Partner Wolfgang Hageleit aufgrund einiger "Ungereimtheiten in der Buchhaltung" vor die Türe setzen mußte. So zumindest erklärt Wolfgang Hageleit heute sein hartes Durchgreifen. Florian Fritsch habe aus seiner Geschäftsführungszeit noch einige private Verbindlichkeiten gegenüber einzelnen Unternehmungen der FG. Diese Verbindlichkeiten in Millionenhöhe sind offensichtlich in einem notariellen Schuldanerkenntnis verbürgt.

Regensburg - Die FG.de-Unternehmensgruppe ("FOREVER GREEN") des Kaufmanns Wolfgang Hageleit hat schon einige Entwicklungen hinter sich. Ursprünglich entstand um den Strukturvertriebler Florian Fritsch ein Sammelsurium angeblich innovativer Energieunternehmen. Manche waren es auch. Als Wolfgang Hageleit vor einem Jahr die Geschäftsführung der Unternehmungen übernahm, fand er aber vor allem viel Unordnung vor, die ihm Florian Fritsch überlassen hatte.