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Berlin – Das unter dem Kürzel TTIP bekannte Freihandelsabkommen steht seit seinem Bekanntwerden unter nicht unerheblicher Kritik. Sei es seitens Verbraucherschutzvereinigungen, Umweltverbänden, der Landwirtschaft oder auch wie vor nicht allzu langer Zeit hinsichtlich rechtsstaatlicher Bedenken seitens des Deutschen Richterbundes. Doch auch aus den Reihen einiger politisch Verantwortlicher regte sich zuweilen Kritik aufgrund der Intransparenz des Verfahrens und des mangelnden Einblicks in wesentliche Unterlagen. Der Fraktionsvorsitzende der in Bayern im Landtag vertretenen Freien Wähler, Hubert Aiwanger, sprach sich erst Ende vergangener Woche erneut gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP aus, die er als viel zu umfassend betrachtet und vor einer zu weit gehenden Liberalisierung warnt, die sich von der Arzneimittelzulassung über Trinkwasser und Hormonfleisch bis zum Ausschreibungswesen oder Berufsabschlüssen erstrecke.

Wien - In Österreich regiert seit gefühlten Ewigkeiten eine große Koaltion aus SPÖ und ÖVP, die in ihrer parlamentarischen Mehrheit überhaupt nicht mehr so groß ist. Vor allem die FPÖ des Heinz-Christian Strache liegt den Großkoalitionären im Nacken. In kontroversen Debatten nimmt derzeit das Freihandelsabkommen TTIP großen Raum ein. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) glaubt, wie so oft, an eine interpretierbare Meinung. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist da schon klarer in der Aussage. Für ihn und die ÖVP ist TTIP ein Muß und brächte nur Vorteile für das Exportland Österreich.