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Donnerstag, 04 Februar 2016 02:48

Massive Kritik an Horst Seehofers Russland-Reise

in Politik

Berlin - Will er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ärgern? Oder will er sich nur anbiedern? Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist nun nach Russland gereist, um dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin einen Besuch abzustatten. Ebenso will er sich mit dem Industrie- und Wirtschaftsminister sowie dem Moskauer Bürgermeister treffen.

Dienstag, 12 Januar 2016 01:31

Russland bleibt Grüner Woche fern

Berlin - Der größte ausländische Aussteller auf der Welternährungsmesse, der sonst stets eine 6.000 Quadratmeter große Halle allein gefüllt hatte, bleibt dieser in diesem Jahr fern: Die Grüne Woche wird ohne Russland stattfinden.

Magdeburg - Der Präsident der russischen Föderation äußerte sich mit interessanten Bemerkungen zum Thema Flüchtlingsproblematik, deren Ursachen und vor allem grundsätzlicher Voraussetzungen zu deren perspektivischer Lösung. Dabei machte Wladimir Putin klar, daß das Einsetzen der gegenwärtigen Flüchtlingswelle alles andere als überraschend sei, sondern vielmehr von der westlichen Politik geradezu provoziert wurde. Hauptursache sei die westliche Interventions-Politik im Nahen Osten, angeführt von den USA , denen die EU im blinden Gehorsam folgte, wobei letztere nahezu ausschließlich vom Flüchtlingszustrom betroffen sind, obwohl die USA die maßgebliche Rolle bei der Destabilisierung der Region einnehmen. Europa bezahle derzeit den Preis für Entscheidungen, die es nicht einmal selbst getroffen hat. Die größte Schwachstelle der westlichen Außenpolitik macht der russische Präsident in der Auferlegung ihrer eigenen Standards weltweit aus, ohne dabei im geringsten die historischen, religiösen sowie nationalen und kulturellen Charakteristiken bestimmter Regionen in Betracht zu ziehen.

Moskau - Ein wirtschaftlicher Allmachtsanspruch der westlichen Hemisphäre und eine womöglich daraus abgeleitete Alternativlosigkeit einer global ausgerichteten und dereguliert-neoliberalen Wirtschaftsverfassung kann überzeugend nicht mehr behauptet werden. Der eurasische Raum konstituiert sich im Zuge der zunehmend in diverse Machtblöcke zerfallenden Welt als ein Gegenentwurf zum Westen. Die beiden nicht einer dogmatischen Westanbindung anheimgefallenen Machtzentren Moskau und Peking wurden beide durch den imperialen Dominanzanspruch der USA vor den Kopf gestoßen, sei es Rußland mittels der NATO aufgrund deren Einflußnahme im der osteuropäischen Region oder China mittels des IWF aufgrund der Nichtberücksichtigung des Renminbi in den Währungskorb des Sonderziehungsrechts. Beides in Anbetracht der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung dieser Nationen eine nicht angemessene westliche Überheblichkeit.

Magdeburg - Nachdem nahezu ausnahmslos die Berichterstattung über die vergeblichen Verhandlungen mit Griechenland die Medienlandschaft dominieren, scheint man fast zu vergessen, welche Auswirkungen aus der Krise im Verhältnis Europas zu Russland erwachsen könnten. Während alle Welt offenbar einzig und womöglich viel zu lange mit Griechenland spricht, aber keinesfalls mit Russland, fanden hingegen sehr fruchtbare Gespräche zwischen Griechenland und Russland statt. Der Umstand, daß eine zu nachgiebige Haltung gegenüber Griechenland Europa und insbesondere Deutschland kostspielige Probleme bereiten kann, dringt zunehmend ins breite Bewußtsein, daß jedoch eine allzu unnachgiebige Haltung gegenüber Russland sich nicht minder wirtschaftlich nachteilig erweisen kann, will man jedoch zumeist noch nicht glauben. Diesbezüglich ist vielleicht eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) geeignet, die Augen zu öffen, nachdem bislang namhafte Stimmen aus renommierten Wirtschaftsvereinigungen ungehört verhallten. Demgemäß sind im Gefolge der sogenannten Russlandkrise europaweit über zwei Millionen Arbeitsplätze gefährdet, wovon allein in Deutschland knapp eine halbe Million verloren gehen könnten.

Mittwoch, 17 Juni 2015 20:22

Chinas neue Seidenstraße

in Politik

Peking – Bis ins 13. Jahrhundert führten mehrere Karawanenstraßen von Ostasien durch Zentralasien bis in den Mittelmeerraum. Ihre Blütezeit hatte die Seidenstraße, so der Name, den der deutsche Geograph Ferdinand von Richthofen diesem Netz von Handelsrouten Mitte des 19. Jahrhunderts gab, zur Zeit der chinesischen Tang-Dynastie (618 bis 907 v. Chr.), als Züge von mehreren tausend Kamelen von der historischen Stadt Chang’an – heute Xi’an – im Nordwesten Chinas aufbrachen, um nicht nur Seide, sondern auch Pelze, Porzellan, Jade, Bronze oder Eisen zunächst bis nach Dunhuang und dann über mehrere Stränge durch Indien, Persien oder den Kaukasus bis ans Schwarze Meer, ans Rote Meer und sogar auf dem Seeweg bis an die italienische Mittelmeerküste zu bringen. Auch in anderer Richtung florierte der Handel, der zugleich dem kulturellen Austausch zwischen den Völkern diente.

Frankfurt am Main - Die volatilitätsbezogene 100-Tage-Risikokennzahl binnen der vergangenen sechs Monate nahm beim WTI-Rohöl von 11 auf 49 % zu, während sie beim Gold die 17 % nicht überstieg. Und auch die sogenannte Vola des DAX auf der 250-Tage-Basis liegt mit 17 % gegenüber den diesbezüglichen 14 % des Goldes höher als das Edelmetall. Nicht zu vernachlässigen, daß die Blue Chips der im deutschen Leitindex gelisteten Unternehmen aufgrund ihrer Höchststände der letzten Zeit absehbar ein naheliegendes Korrekturpotential in sich bergen. Somit wird Gold hinsichtlich Volatilität im Vergleich zu anderen Anlageklassen wieder interessant. Doch nicht allein aus Perspektive der Privatinvestoren, sondern auch staatspolitisches Kalkül hat das Gold in den Blick genommen. Laut IWF erfolgte allein im März über die Zentralbanken ein Nettoerwerb von etwa 33 Tonnen Gold weltweit. Mit ca. 29.000 Tonnen Goldbestand halten die Nationen den seit über 12 Jahren höchsten Stand, während im selben Zeitraum ein globaler Rückgang der Devisenreserven stattfand. Ein Abschmelzen der Devisenreserven in dem Ausmaß wie es seit etwa einem Jahr zu beobachten war, gab es letztmalig im Jahr 2008 als sich die Finanzkrise Bahn brach. Seit Sommer letzten Jahres sanken die weltweiten Devisenreserven in US-Dollar gerechnet um ungefähr eine halbe Billion.

Berlin - Der Einfluss des Politologen Alexander Dugin auf die russische Politik wird bei uns oft überschätzt. Das ist allerdings oftmals nicht Folge eines Irrtums, sondern soll dazu dienen, Wladimir Putin zu diskreditieren. Dugin vertritt in den Augen vieler Beobachter einen imperialen Ansatz, dem man nur allzu gerne auch dem russischen Präsidenten unterstellt. Da trifft es sich gut, wenn man jemanden wie Dugin kurzerhand zu einem Einflüsterer Putins erklären kann. Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, sich einmal mit den Gedanken des früheren Soziologie-Professors an der Moskauer Lomonossow-Universität auseinanderzusetzen, denn nicht alles, was er schreibt, ist von der Hand zu weisen.

Dienstag, 07 April 2015 16:30

Bloomberg lobt russischen Rubel

in Politik

New York - Seit der sogenannten Krim-Krise und der dieser bereits vorausgegangenen Reaktivierung der NATO als „kalter Krieger“ sind zumeist auch die medialen Berichterstattungen im Zusammenhand mit Russland und Wladimir Putin von einer gewissen Einseitigkeit geprägt. Und mit Blick auf die Rechtfertigung der US-europäischen Sanktionspolitik ließen die getätigten Wirtschaftsprognosen nicht selten den Wunsch als Vater des Gedankens durchschimmern. Umso verstörender muß es auf die Protagonisten der westlichen Heilslehre wirken, wenn die realen Entwicklungen nicht den erhofften Rückenwind bieten. Eine derartige Entwicklung kann aber gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. So war der Agentur Bloomberg die, wenn auch nicht für alle, so doch sicher für viele vielleicht überraschende Meldung zu entnehmen, daß westliche Experten bislang die russische Währung unterschätzt haben. Das Ende des Rubelverfalls und die inzwischen sogar wieder ansteigende Entwicklung steht im deutlichen Gegensatz zu nahezu allen westlichen Analystenprognosen.

Berlin - Am 1. April jährte sich der Geburtstag Otto von Bismarcks zum 200. Mal. Schon zu Lebzeiten hatte der „Eiserne Kanzler“ unzählige Bewunderer, unter prominenten Zeitgenossen ebenso wie unter einfachen Leuten. Zu seinem 80. Geburtstag empfing der Reichskanzler in Friedrichsruh eine halbe Million Briefe und 11.500 Telegramme, 35 Sonderzüge mit Gratulanten machten sich auf den Weg. Natürlich hatte Bismarck auch zahlreiche Gegner. Doch so sehr sein Bild in der Geschichte schwankte, Freund und Feind sprachen stets mit Respekt von ihm.

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