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Berlin – Das unter dem Kürzel TTIP bekannte Freihandelsabkommen steht seit seinem Bekanntwerden unter nicht unerheblicher Kritik. Sei es seitens Verbraucherschutzvereinigungen, Umweltverbänden, der Landwirtschaft oder auch wie vor nicht allzu langer Zeit hinsichtlich rechtsstaatlicher Bedenken seitens des Deutschen Richterbundes. Doch auch aus den Reihen einiger politisch Verantwortlicher regte sich zuweilen Kritik aufgrund der Intransparenz des Verfahrens und des mangelnden Einblicks in wesentliche Unterlagen. Der Fraktionsvorsitzende der in Bayern im Landtag vertretenen Freien Wähler, Hubert Aiwanger, sprach sich erst Ende vergangener Woche erneut gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP aus, die er als viel zu umfassend betrachtet und vor einer zu weit gehenden Liberalisierung warnt, die sich von der Arzneimittelzulassung über Trinkwasser und Hormonfleisch bis zum Ausschreibungswesen oder Berufsabschlüssen erstrecke.

Frankfurt a. M. – Der neue „Branchenbericht Chemie" der Commerzbank untersucht die aktuelle Position der chemischen Industrie, erläutert ihre Stärken und Schwächen und gibt Einblick in ihre Absatzmärkte, etwa die Schwellenländer und China. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann ergänzte den „Branchenbericht Chemie" der Commerzbank aus Sicht des Verbandes, wobei er dabei auf die enge Verknüpfung zwischen Pharma-Sparte, Spezial- und Basis-Chemie hinwies und die Erfolgsfaktoren der Branche in Deutschland benannte. Als solche führte er die zentrale Rolle im Netzwerk der Industrie, eine hohe Innovationskraft, einen starken Mittelstand, die Energie- und ressourceneffiziente Produktion sowie die Ausrichtung der Produktstrategie auf Megatrends und Nachhaltigkeit als die fünf wesentlichen Aspekte an. Als Achillesferse für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche bezeichnete Tillmann jedoch die Energiepolitik.