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Dänischer E-Sport-Vermarkter RFRSH Entertainment an Bord

esports.com und das Counter-Strike-Team Astralis vereinbaren langfristige Kooperation

Donnerstag, 19 April 2018 18:58 geschrieben von  Gunnar Jahn
Neue Partner: Astralis und eSports.com Neue Partner: Astralis und eSports.com Quelle: eSports.com Group AG

Heidelberg – Es tut sich was im europäischen E-Sport – und wieder einmal bringt die eSports.com Group AGBewegung in die Szene. Vor kurzem vereinbarten deren aufstrebende Gamer-Plattform esports.com und das E-Sport-Team Astralis, das durch die dänische Vermarktungsagentur RFRSH Entertainment unterstützt wird, eine langfristige Partnerschaft, bei der man „zum beiderseitigen Nutzen Kräfte bündeln“ wolle, wie Jakob Lund, Mitgründer und EVP of Sales bei RFRSH, betonte.

Über Details schweigt man noch auf beiden Seiten, Branchenkenner gehen allerdings davon aus, dass die Heidelberger eSports.com Group AG um CEO Michael Broda eine siebenstellige Summe in die auf mehrere Jahre angelegte Kooperation mit den Dänen gesteckthat.

Das Portal esports.com will nach eigenen Angaben zum international führenden Medien- und Service-Anbieter für den E-Sport-Bereich aufsteigen. Die Kooperation mit dem Team Astralis beziehungsweise RFRSH Entertainment betrachten Broda und seine Mannschaft als einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel.

Gamer-Plattform mit eigener Kryptowährung

Unter E-Sport (auch E-Sports oder eSports genannt) versteht man den sportlichen Wettkampf mitComputerspielen auf PCs oder Spielekonsolen – entweder im Individual- oder Mannschaftsmodus. Die Akzeptanz für E-Sport als eigenständige Sportart wächst beständig, in den USA oder im asiatischen Raum (vor allem in Südkorea) finden regelmäßig Turniere mit hohen Preisgeldern statt, die schon so manchen professionellen Spieler (Pro-Gamer) zum Millionär gemacht haben. Auch in Deutschland ist das sportliche Computerspielen auf dem Vormarsch. Dem hat sogar die neue Bundesregierung Rechnung getragen, indem sie die Förderung und Anerkennung von E-Sport in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat.

Neben tagesaktueller Berichterstattung über Wettkämpfe und alles Wichtige rund um E-Sport will das Netzportal esports.com perspektivisch auch eine virtuelle eSports University einrichten, in der Lehrvideos hochgeladen und Online-Trainings mit den Stars der Szene angeboten werden sollen. Im Vordergrund steht die Interaktion – und alle Aktivitäten auf der Seite, zum Beispiel das Hochladen von Tutorials, sollen mit einer eigenen Kryptowährung auf Blockchain-Basis belohntwerden. Dieser „esports-Bitcoin“, der Esports RewardToken (ERT) heißt, wird bereits auf mehreren Kryptowährungs-Börsen wie Coinexchange und C-Cexgehandelt. Unlängst kam auch ein Listing auf HitBTCdazu.

Für den ERT gibt es verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Man kann die Kryptowährung für jede Form von Zahlung nutzen, etwa für T-Shirts und Coachings, er ist aber ebenso für Vergütungen gedacht. Das heißt: Wenn man Geld auf esports.com ausgibt, erhält man als Gegenleistung ERTs. Der EsportsReward Token ist außerdem dazu gedacht, qualitativen Nutzercontent zu entlohnen. „Wenn andere Nutzer deine Uploads wertschätzen und mit ihnen interagieren (dein Guide bekommt eine Menge Views oder Likes, zum Beispiel), werden wir dich für deinen Beitrag entlohnen“, heißt es dazu unternehmensseitig an die User gerichtet. Die Tokens gewähren einem außerdem exklusiven Zugang zu speziellen Features und Inhalten.

Erfolgreich bei „Counter-Strike: Global Offensive“

Das dänische Team Astralis gehört zu den europäischen Spitzenmannschaften im Bereich „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO), einem bekannten Computerspiel aus dem Genre der Online-Taktik-Shooter. Es wurde von Valve und Hidden Path Entertainment als viertes Spiel der Counter-Strike-Reihe entwickelt und kann auf Windows-, Linux- und macOS-Rechnern sowie auf den Konsolen Xbox 360 und PlayStation 3 gespielt werden.Astralis gewann als erstes dänisches Team im vergangenen Jahr ein E-Sport-Major-Turnier, das „ELeague Major: Atlanta 2017“, und konnte 500.000 Dollar Preisgeld einheimsen. Experten trauen der Counter-Strike-Mannschaft aus dem hohen Norden weitere internationale Erfolge zu.

Mit dem Astralis-Vermarkter RFRSH Entertainment und esports.com scheinen also zwei aufstrebende und ambitionierte Partner zueinander gefunden zu haben. Entsprechend euphorisch zeigte sich UnternehmenschefMichael Broda, der sich viel von der neuen Kooperation verspricht. „Natürlich ist das ein bedeutendes Investment für uns, aber im Gegenzug haben wir auch große Erwartungen. Astralis wird eine Menge an Aufmerksamkeit auf unsere Plattform bringen, wir wollen die zentrale Anlaufstelle für alle eSports-Begeisterten werden“, so der CEO von esports.com. Zugleich betonte er, dass darüber hinaus bald „noch einige weitere Schritte in diese Richtung folgen“ würden. Man darf also gespannt sein, was Michael Broda und esports.com demnächst noch alles aus dem Hut zaubern werden.

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