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Kommt jetzt Florian Fritsch?

Oil & Gas Invest AG in Insolvenzgefahr? Jürgen Wagentrotz sucht Auswege für "OGI AG"

Donnerstag, 28 Juli 2016 17:14 geschrieben von  Michaela Hübner
Soll Florian Fritsch die angeschlagene OGI AG retten? Soll Florian Fritsch die angeschlagene OGI AG retten? Quelle: DERFFLINGER, Oil & Gas Invest AG

Berlin - Noch vor Monaten galt die in Deutschland und in den USA angesiedelte Unternehmensgruppe Oil & Gas Invest AG um den Hauptaktionär Jürgen Wagentrotz als ausgezeichnet aufgestellt. Die Bonität der OGI war richtig gut. Vor allem das unternehmerische Gewicht eines Jürgen Wagentrotz, aber auch eines Günter Döring machte die ambitionierten Erdölförderer sichtbar stark. Doch von "finanzieller Stärke" kann zeitweise bei der OGI AG nicht mehr gesprochen werden, wenn Gläubiger über den örtlichen Gerichtsvollzieher inzwischen die Konten der Oil & Gas Invest AG pfänden und sperren lassen. Und der wohlhabende und vermittelnde Günter Döring ist aus dem Vorstand ausgeschieden.

Die HESSEN DEPESCHE, ein dem Umfeld von FDP und CDU zuzurechnendes Format, berichtete zuletzt von Pfändungen durch den Gläubiger Onesoft AG (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/onesoft-ag-läßt-konten-der-oil-gas-invest-ag-bei-bankhaus-gebr-martin-pfänden-nur-jürgen-wagentrotz-verleiht-ogi-ag-noch-stabilität.html). Diese Onesoft AG aus Dinkelsbühl soll aus Dienstleistungen für die OGI AG inzwischen titulierte Forderungen haben, die durch die Rechtsanwälte Clifford Chance am vergangenen Freitag oder Montag zu Pfändungen auf Konten der Oil & Gas Invest AG geführt haben. Auch andere Gläubiger meldeten bereits Zahlungsverzug an. So soll die Frankfurter GM VV & Co. GmbH sechsstellige Forderungen haben. Diese würden allerdings durch Vorstand Jürgen Wagentrotz bestritten. Bei der GM VV & Co. GmbH soll es sich um ein Beratungsunternehmen handeln, das Teilen des früheren OGI-Managements zuzurechnen ist und in der kurzen Vorstandstätigkeit des Günter Döring beauftragt worden sein soll. Jürgen Wagentrotz bekundet die Rechtmäßigkeit einiger Forderungen vor Gericht noch aufheben zu wollen. Die Rechtsanwälte der GM VV & Co. GmbH beraten derzeit mit ihrem Mandanten ggf. Insolvenzantrag gegen die Oil & Gas Invest AG zu stellen.

Allerdings ist Jürgen Wagentrotz eine unternehmerische "Klasse für sich", wie dies Marktteilnehmer einschätzen. Noch am 04. Juli 2016 versammelte Wagentrotz auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Oil & Gas Invest AG 77,26 Prozent des Grundkapitals der Aktiengesellschaft um sich. Dabei wurde beschlossen den Sitz der OGI AG von Frankfurt am Main nach Berlin zu verlegen. Neues Kapital soll offenbar durch Herausgabe weiterer Aktien gewonnen werden.

In dieser schwierigen Lage vertraut Vorstand Wagentrotz ganz auf die PR-Künste einer Business Network Berlin-Gruppe, die über zweifelhaft wirkungsvolle Formate wie "BerlinBoxx.de" für die Geschäftsabenteuer der OGI AG alle Wogen glätten soll. Vorläufiger Pressesprecher der Oil & Gas Invest AG ist ein Frank Schmeichel, welcher der ersten Reihe der Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft mbH zuzurechnen ist. Dr. Angela Wiechula, gleichfalls Herausgeberin jener "BerlinBoxx.de", sekundiert hier jenem Frank Schmeichel.

Nachdem Vorstand Jürgen Wagentrotz mit der Personalie Carsten Volkening, ein bei der Leipziger publity AG (Thomas Olek) und der Dresdner PBM Private Banken Makler AG (insolvent!) offenbar gescheiterter Vertriebsprofi, bislang nicht wirklich punkten konnte, wird mit Florian Fritsch erneut ein umstrittener Manager für die OGI AG gehandelt, der, nimmt man die Warnungen des Ex-Geschäftspartners Wolfgang Hageleit (FG.de) ernst, die Situation für die Aktionäre der Oil & Gas Invest AG verschlimmbessern könnte. HESSEN DEPESCHE berichtete auch, dass Florian Fritsch und dessen Frau Eva Baumann als Anteilseigner im Aktionärsverzeichnis der OGI AG geführt werden.


Hinweis: berlinboxx.de/aktuell-2521.html

Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Juli 2016 17:40
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Redaktion