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„Das Volk muss weg!“

Ex-Piratin provoziert mit Bomber-Harris-Nacktbild gegen PEGIDA

Freitag, 23 Januar 2015 20:42 geschrieben von 
Mercedes “Debbie Anderson” Reichstein Mercedes “Debbie Anderson” Reichstein Quelle: dailystormer.com

Berlin - Die Berliner Ex-Piratenpolitikerin und ehemalige Femenaktivistin Mercedes Reichstein tritt in die Fußstapfen ihrer Kollegin Anne Helm: Aus Protest gegen PEGIDA veröffentlichte sie ein „oben-ohne“-Bild. „Bomber Harris, do it again! #nopegida“ ist auf ihrem Oberkörper zu lesen.

Die 23-Jährige beweist damit dasselbe fehlende Fingerspitzengefühl wie zuvor bereits ihre Kollegin Anne Helm, die im vergangenen Jahr bereits für bundesweite Empörung sorgte, als sie mit eben diesem Spruch, der den englischen Luftwaffengeneral Arthur Harris, der für die flächendeckende Bombardierung Dresdens im Jahr 1945 verantwortlich zeichnete, mit nacktem Oberkörper aufforderte, diese Tat, bei der mindestens 25.000 Menschen starben, zu wiederholen.

Es handele sich um einen Protest gegen die Bürgerbewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA), erklärte Reichstein. „Klar provoziere ich damit. Es ist ein Protest gegen die rechte PEGIDA-Bewegung.“ Veröffentlicht wurde das Bild von ihr unter dem Titel „Das Volk muss weg!“ So wie im Februar 1945 als in zwei Angriffswellen Hunderttausende alliierte Bomben auf die Stadt abgeworfen worden waren. Wer den ersten Bombenteppich überlebte und anschließend vor den Feuern, die sich in der Stadt ausbreiteten, ins Freie flüchtete, war der zweiten Angriffswelle schutzlos ausgeliefert. Die Einzelfeuer vereinten sich zu einem gigantischen Feuersturm, der sich durch die Stadt fraß und ebenfalls zahllose Leben forderte.

Die Luftangriffe auf Dresden hatten keine kriegsentscheidende Bedeutung und richteten sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung. Weder gab es strategische Ziele, wie militärische Infrastruktur, noch nennenswerte Verteidigung vor Ort. Die Bombardierung im Februar 1945 gilt deshalb heute als Paradebeispiel der verfehlten Luftkriegsführung der Alliierten, der einer militärisch schutz- und bedeutungslosen Stadtbevölkerung, also vor allem Frauen, Kindern und unzähligen Flüchtlingen, die dieser Tage in Dresden Schutz suchten, galt. Laut dem Ethiker Thomas A. Cavanaugh sei Dresden eine Beispiel für illegitimes „Terrorbombardement“, bei dem das Töten von Zivilisten unmittelbares Ziel und kein unbeabsichtigter Nebeneffekt gewesen sei. 1977 unterzeichnete Großbritannien das Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention, welches flächendeckende Städtebombardierung verbietet.

2015 jährt sich dieses erschütternde Ereignis zum siebzigsten Mal. Bereits im letzten Jahr verhöhnte Reichstein gemeinsam mit ihrer Freundin Anne Helm die Dresdner Opfer dieser Tage und mit ihnen alle deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges mit einer ähnlichen oberkörperfreien Aktion anlässlich der Gedenkveranstaltungen in Dresden. Die beiden antideutschen Frauen posierten im Namen von Femen „oben ohne“ auf der Augustusbrücke. Damals war es Helm, die den Spruch „Thanks Bomber Harris“ auf ihrem Oberkörper trug, Reichstein war mit den Worten „Antifa Action DD13.Feb“ bemalt. Der Dank an den britischen Luftwaffengeneral ist in der antifaschistischen Szene und vor allem unter den „Antideutschen“ ein beliebter Spruch. Die Bombardierung von Zivilisten wird in diesen Kreisen als Schritt zur Befreiung von der Naziherrschaft umdeklariert.

Femen distanzierte sich anschließend umgehend von der pietätlosen Aktion der beiden Berlinerinnen. „Femen ist nicht antideutsch“, erklärte Irina Khanova, eine der Gründerinnen von Femen Deutschland. Keine Femenfrau könne „hinter diesem Spruch stehen“, Femen richte sich gegen Krieg und Gewalt und danke „keinen Kriegsverbrechern“. „Das war unverantwortlich von unserer Aktivistin und der anderen Frau.“

Letzte Änderung am Freitag, 23 Januar 2015 21:04
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