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Literatur-Nobelpreisträger auf Gras?

Günter Grass fordert Zwangseinquartierung von Asylanten

Freitag, 28 November 2014 16:27 geschrieben von  Susanne Hagel
Günter Grass fordert Zwangseinquartierung von Asylanten Foto: Jockmans/Rex Features

Magdeburg - Offenbar muss man sich um den Geisteszustand -spätestens jetzt!- des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass ernsthaft Sorgen machen. Auf einer Veranstaltung der Schriftstellervereinigung PEN in Hamburg forderte er die Zwangseinquartierung von Asylanten bei Deutschen.

Wenn es an Unterkünften fehle, sei die Zwangseinquartierung ein legitimes Mittel, so Günter Grass. Notfalls müsse man die Deutschen eben zwingen, Asylbewerber bei sich aufzunehmen. Grass verglich die Situation mit der Zeit nach 1945, in der deutsche Flüchtlinge bereits „ähnlich“ bei ihren Mitbürgern einquartiert worden seien.

Angesichts dieser Dreistigkeit darf man sich wohl zu Recht Fragen, welches Gras der Herr Literat geraucht haben möge, um einen derart unredlichen Vergleich ziehen zu können. Allein dafür, dass er es wagt, deutsche Familien, die durch den Krieg aus ihrer Heimat 1945 vertrieben worden sind, mit den heutigen Asylsuchenden gleichzusetzen, verdient er die Einquartierung von zehn der Scheinasylanten, die sich derzeit hierzulande tummeln, in seinem eigenem Zuhause. Diese Aussage zeigt, wie wenig Realitätssinn der Schriftsteller derzeit offensichtlich noch hat. Nur ein geistig Umnachteter kann den Umstand negieren, dass der Großteil jener, die hier Asyl beantragen, eben keine Berechtigung dazu haben. Sie reisen aus wirtschaftlichen Gründen aus ihrem Land aus - nicht, weil sie verfolgt werden, nicht weil Krieg herrscht. Es sind keine Familien mit Kindern, gebeutelt von Krieg und Hunger. Es sind junge männliche Afrikaner, die in ihrer Heimat den Traum eingeimpft bekommen, in Deutschland liege das Gold auf der Straße und die bereits das erste Mal kriminell werden, indem sie Geld an Schleuser bezahlen um in unser Land zu kommen. Wie unzählige Polizei- und Behördenberichte im gesamten Bundesgebiet bestätigen, neigt diese große Gruppe der missbräuchlich um Asyl Ersuchenden dazu, kriminell zu werden. Seit die Anzahl der Wirtschaftsflüchtlinge derart sprunghaft angestiegen ist, verzeichnen sämtliche Asylheime und deren Umgebungen nachweislich höhere Kriminalitätsraten.

Die Zahl derer, die wirklich berechtigt Asyl in unserem Land suchen, scheint angesichts der Flut an Unberechtigten kaum mehr ins Gewicht zu fallen. Und für diese wirklichen Asylsuchenden wäre genügend Platz in unseren Heimen, sie könnten genügend Hilfen erhalten. Doch leider sind unsere deutschen Behörden allesamt damit beschäftigt, die Schar afrikanischer Asylanten im Auge zu behalten, sie unterzubringen, zu versorgen und ihre Straftaten aufzuklären bis klar ist, was vorher bereits feststand;  nämlich, dass kein Grund für eine Einreise besteht und die Ablehnung des Antrags auf Asyl erfolgt - nach Monaten.

Es fehlt nicht an Hilfsbereitschaft im Land. Wir können es uns glücklicherweise leisten, Opfern von Krieg und Verfolgung Obdach zu gewähren, Ihnen eine Zuflucht zu geben, Ruhe und Zeit und ihnen über einen gewissen Zeitraum auch eine neue Heimat zu schenken. Die Unterkünfte und auch der Versorgungsapparat hierfür sind vorhanden und funktionieren. Es braucht keine Zwangseinquartierungen in deutschen Haushalten um diesen Flüchtlingen zu helfen.

Wer aus berechtigten Gründen  um Asyl ersucht, bittet aus dem Umstand heraus, dass sein Leben daheim in seinem Land durch Krieg oder Verfolgung unmöglich geworden ist. Er bittet um Hilfe. Er fordert jedoch nichts ein, was ihm seiner Meinung nach zusteht  und schädigt schon gar nicht das System, was ihm vor dem sicheren Tode bewahrt. Vielleicht ist es diese Undankbarkeit der Asylmissbrauchenden, die tausende Menschen in Deutschland auf die Straße treibt um ein härteres und vor allen Dingen sehr viel schnelleres Vorgehen der deutschen Behörden einzufordern. Würden derart Unberechtigte in unserem Land schnell zurückgeführt, dann müssten wir nicht darüber diskutieren, wo wir Flüchtlinge unterbringen oder wovon ihre Versorgung finanziert werden soll. Das bestehende System könnte sich darauf konzentrieren, jenen zu helfen, die Hilfe verdienen und ihnen die Nächstenliebe zukommen lassen, die jeder Mensch verdient, der unschuldig in Not gerät. Denn das ist das zweite große Unrecht, was bei diesem Thema zu Tage tritt: all jene, die wirklich unsere Hilfe benötigen, die sich dankbar für ein Obdach und die Versorgung zeigen, müssen zwischen jenen hausen, die jeglichen Anstand vermissen lassen.

Herr Grass irrt, wenn er meint, die "Angst um Wohlstand" verhindere, dass wir Deutschen die Flüchtlinge offen willkommen heißen. Es ist die Angst vor Kriminalität, davor, dass unsere Kinder in einer Zeit aufwachsen, in der sie bestimmte Ecken ihrer Heimatstädte nicht mehr betreten können, weil sie dort aggressiv Drogen angeboten bekommen oder ausgeraubt werden. Von Menschen, die wir aus falschverstandener Nächstenliebe oder schlichtweg aus Naivität in unser Land eingelassen und einfach nicht wieder herausgeworfen haben.

Letzte Änderung am Freitag, 28 November 2014 16:37
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