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Auf der Suche nach dem 3. Geschlecht

Nicht Mann, nicht Frau, irgendwas anderes

Montag, 28 Juli 2014 18:25 geschrieben von  Torsten Müller
Nicht Mann, nicht Frau, irgendwas anderes Quelle: pixabay.com

Hannover - Ein 25-Jähriger im Raum Hannover hat nun einen folgenschweren Plan gefasst: er will eine Änderung in seiner Geburtsurkunde beantragen. Da er sich weder als männlich noch als weiblich begreift, soll der Geschlechtseintrag nun in divers oder inter geändert werden. Seiner Meinung zufolge stimme es einfach nicht, dass es nur Männer und Frauen gebe. Die bärtige Person, in deren Geburtsurkunde bisher „weiblich“ steht, ist der festen Überzeugung, dass die Bipolarität Mann-Frau nicht den Tatsachen entspreche.

Der Mann wird von der Gruppe „Dritte Option“ bei seinem Ansinnen unterstützt. Falls es nötig werden sollte, ist auch ein Gang zum Bundesverfassungsgericht geplant. In München war eine Person, die sich für intersexuell hält, bereits vor zehn Jahren mit einem ähnlichen Ansinnen vor Gericht gescheitert.

Nicht erst der Sieg von Thomas Neuwirth (alias Conchita Wurst) beim Eurovision Song Contest hat deutlich vor Augen geführt, dass derartige Ansichten von den Massenmedien sehr wohlwollend aufgegriffen werden. In der linksliberalen Medienschickeria scheint es hip zu sein, alles, auch das Natürlichste, in Frage zu stellen.

Es soll keine Völker mehr geben, Rassen schon gleich gar nicht, und Geschlechter ab sofort auch nicht mehr. So lange dies alles nur in irgendwelchen einzelnen Hirnen wuchert, mag es gewissermaßen zur Belustigung dienen. Wenn dies aber, wie beispielsweise in Baden-Württemberg von der grün-roten Landesregierung geplant, in den Schulunterricht einfließen soll, dann hört der Spaß auf. Auch ist es nicht mehr witzig, wenn ein Berliner Bezirk dazu übergeht, in sämtlichen öffentlichen Einrichtungen neben Toiletten für Männer und Frauen auch welche für „Unentschlossene“ zu errichten. Dass die Universität in Leipzig männliche Professoren als „Herr Professorin“ ansprechen lässt, ist ebenfalls eine Erscheinung, die nur noch als Realsatire zu bezeichnen ist.

Ganze Kommissionen und Arbeitskreise sind nur noch damit beschäftigt, die deutsche Sprache zu gendern. Aus dem Rednerpult wird ein Redepult, aus Studenten werden Studierende, aus der Mannschaft wird das Team, aus dem Mädchenname der Geburtsname, aus den Zuhörern das Publikum. Alle geschlechtlich definierten Begriffe sollen neutralisiert werden, damit sich auch ja niemand benachteiligt fühlt.

Bis zu einem gewissen Punkt ist das Thema witzig, ab einem gewissen Punkt brandgefährlich. Wir sollen unsere Sprache zensieren, unsere Kinder geschlechtsneutral und somit unnatürlich erziehen und das alles nur, weil eine verschwindend kleine Minderheit an ideologisch äußerst sonderbaren Personen ihre Randmeinung über die Medien zum Mainstream machen will.

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