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Süddeutschland

Russlanddeutsche protestieren gegen Ausländergewalt

Donnerstag, 28 Januar 2016 03:37 geschrieben von  Susanne Hagel

Berlin - In ganz Süddeutschland und in Berlin gingen am Wochenende Tausende Russlanddeutsche auf die Straße um gegen Übergriffe von Ausländern auf Deutsche zu demonstrieren. Anlass war die Vergewaltigung eines russischstämmigen Mädchens, was in Berlin von Asylanten entführt worden sein soll.

Allein in Baden-Württemberg sollen Polizeiangaben zufolge am Sonntag insgesamt rund dreitausend Menschen an den Protesten teilgenommen haben: 1.300 Personen wurden in Villingen-Schwenningen gezählt, nachdem im Internet zu der Demonstration unter dem Motto „Gegen Gewalt und mehr Sicherheit in Deutschland“ aufgerufen worden war. Weitere vierhundert Menschen trafen sich in Rastatt vor dem Rathaus. In Lahr versammelten sich die hauptsächlich aus Spätaussiedlern bestehenden Demonstranten ebenfalls zu Hunderten auf dem Rathausplatz, um dem Oberbürgermeister der Stadt unangenehme Fragen zur Sicherheit der Bürger in seiner Stadt zu stellen. Die rund 150 Teilnehmer der Demonstration in Ellwangen spazierten anschließend durch die Stadt bis vor die Landeserstaufnahmeeinrichtung, wo ihre Zahl bis auf rund fünfhundert Personen anwuchs. Auch in Schwäbisch Gmünd und Crailsheim fanden Veranstaltungen statt.

Ebenso kam es zu teils spontanen, nicht angemeldeten Protestaktionen in Nürnberg, Erlangen, Ansbach und Neustadt an der Aisch. Meist kamen die Teilnehmer schweigend und ohne Transparente oder Banner zusammen. Bis zu vierhundert Personen trafen sich in den Städten. Die etwa zweihundert Teilnehmer in Augsburg forderten den Bund auf, „deutsche und christliche Werte“ zu verteidigen. Die teils russisch sprechenden Redner forderten ein Ende der von Asylanten ausgehenden Gewalttaten. Alle Kundgebungen verliefen friedlich.

Bereits am Samstag versammelten sich in Berlin ebenfalls rund siebenhundert Menschen, um ihren Protest gegen Gewalt von Asylanten Ausdruck zu verleihen. Sie folgten einem Aufruf des „Internationalen Kongresses der Russlanddeutschen“. Auch hier sprachen die meisten der Teilnehmer russisch. Anlass der umfangreichen Proteste war der Fall eines dreizehnjährigen Mädchens, welches in Berlin von Asylanten entführt und vergewaltigt worden sein soll. „Wenn die deutsche Regierung nicht realistische Änderungen vornehmen würde, müssen wir alles selbst ändern“, erklärte Heinrich Grout als Sprecher der Veranstaltung. Während die Polizei den Vorfall bisher dementiert und von einvernehmlichen sexuellen Kontakt des Mädchens mit den Asylanten ausgeht, berichten die russischen Medien umfangreich über die Gewalttat. Auf einer Kundgebung der Berliner NPD bestätigten Verwandte des Mädchens, dass das Kind von mehreren Asylanten gegen ihren Willen festgehalten und vergewaltigt worden sei.

Mittlerweile hat sich auch die russische Botschaft zu dem Vorfall zu Wort gemeldet. Sergej Beljajew, der Sprecher der Botschaft, verurteilte die Anzeige gegen den russischen Journalisten Ivan Blagoy. Dieser hatte für das russische Staatsfernsehen ausführlich über die Tat berichtet. Ein Rechtsanwalt aus Konstanz, Martin Luithle, zeigte Blagoy daraufhin wegen Volksverhetzung an. „Mit seinem Affront setzt der Anwalt den russischen Journalisten unter Druck und versucht, die deutschen Behörden dazu zu provozieren, die Tätigkeit des Journalisten einzuschränken“, kritisierte Beljajew. Er erinnerte deshalb eindrücklich daran, dass die internationalen Dokumente, die die Pressefreiheit garantieren, „auch von Deutschland unterzeichnet worden“ seien.

Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Januar 2016 03:43
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