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Herzergreifende Lichtspiele

"Schiller goes to Hollywood"

Donnerstag, 28 August 2014 16:43 geschrieben von 
Die geliebten Schwestern Deutschland/Österreich 2013 Die geliebten Schwestern Deutschland/Österreich 2013 Quelle: kino.de

Los Angeles - Mit Dominik Grafs Liebesdrama "Die geliebten Schwestern" schickt die Jury der Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, eine Dreiecksgeschichte zwischen dem jungen Friedrich Schiller und den von Lengenfeldschwestern Charlotte und Caroline ins Rennen um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Am 15. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles bekannt, ob der deutsche Beitrag eine Nominierung erhält. Verliehen wird der Oscar am 22. Februar. In Deutschland läuft der Kostümfilm bereits seit 31. Juli, verpasste bei der Berlinale allerdings eine Auszeichnung.

Weimar im Jahre 1788:  der junge Schiller (Florian Stetter) begegnet Charlotte von Lengefeld (Henriette Confurius) und wird für den folgenden Sommer von der Familie nach Rudolstadt eingeladen. Dort trifft Schiller auch auf Charlottes Schwester Caroline (Hannah Herzsprung), welche mit Herrn von Beulwitz (Andreas Pietschmann) lieblos verheiratet ist. Beide Schwestern verfallen dem jungen Dichter. Der Mutter der beiden (Claudia Messner) missfällt Charlottes Liebschaft, sie wünscht sich für ihre Tochter eine ähnlich lukrative Partie wie die ihrer Schwester. Auch wenn es für die Dreiecksbeziehung keine Belege gibt, gelingt dem Regisseur Graf durch die Vermischung von Essay und Fiktion ein wunderschönes, kurzweiliges Spiel mit der Geschichte um 1800. Dabei ergießt sich der Film zum Glück nicht ins Drama einer unglücklichen Liebe, sondern porträtiert die Freude und das Leid der Liebe angenehm unaufgeregt.

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