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Feministin setzt sich durch

Schwedisches Fußballregelwerk wird gendergerecht

Dienstag, 02 Dezember 2014 07:42 geschrieben von  Susanne Hagel
Genderwahn Genderwahn Quelle: skywatchbretten.blogspot.de

Magdeburg - Weil sich die 15-jährige Henrietta Berner bei einem Schiedsrichterlehrgang vom Regelwerk, welches nur "Spieler", "Schiedsrichter" und "Trainer" nennt, diskriminiert fühlte, beschwerte sie sich beim schwedischen Fußballverband. Nun wird das Regelwerk geändert.

Wann immer einem Unsinnigkeit entgegen schreit, kann man mittlerweile fast sicher davon ausgehen, dass es etwas mit dem Wörtchen "Diskriminierung" zu tun hat. So auch in diesem Fall. Diesmal fühlte sich eine 15-jährige "Herzblutfeministin", wie sich Henrietta Berner selbst bezeichnet, von Begrifflichkeiten im Fußballregelwerk unterdrückt. Die Schülerin, die sich während eines Schiedsrichterlehrgangs vom Lehrer als weibliches Wesen herabgesetzt fühlte, weil dieser ausschließlich männliche Personalpronomen verwendete, hält dieses Gebaren für sexistisch. "Ich denke, dass es falsch, paradox, rückwärtsgewandt und seltsam ist, dass ausdrücklich das eine Geschlecht herausgepickt und als Norm vor das andere gestellt wird", schrieb sie an verschiedene Verantwortliche im Stockholmer Fußballverband. Nachdem diese die Email an höhere Stelle weiterleiteten, nahm sich eine Frau im Vorstand des Themas an: nun soll das Regelwerk geändert werden. Statt Spielern wird es in Schweden künftig nur noch Spielende geben und statt Schiedsrichtern Schiedsrichtende.

Nur beim Trainer findet das Sprachgeschwurbel ein Ende, denn diese lassen sich nicht einfach zu "Trainierenden" ummünzen, wären sie doch dann Spieler und nicht mehr die betreuenden Übungsleitenden. Abgesehen von der sprachtheoretisch fehlerhaften Partizipierung der Spieler zu Spielenden und der Richter zu Richtenden, wirkt das Ganze nur noch albern.

Die Krone der Lächerlichkeit könnte man der Geschichte nur noch aufsetzen, würde man die Begrifflichkeiten entsprechend der geschlechtsneutralen Regelung des Berliners Lann Hornscheidt, Professor für Gender Studies und Sprachanalyse, abändern. Dann würde aus dem Trainer ein "Trainix" und aus Schiedsrichtern "Schiedsrichtx", die "Spielx" zur Ordnung rufen. Man denke sich die tragische Komik, die den Moderator eines Fußballspiels ereilen würde, müsste er derart ein Spiel kommentieren. Vermutlich müsste er zuvor zwei Bier trinken um sprachlich qualifiziert zu sein.

Henrietta Berner hat das Fußballspielen unterdessen übrigens aufgegeben. Sie nimmt jetzt Ballettunterricht. Offen ist indes die Frage, ob sie sich auch dort der sprachlich massiv unterdrückten Ballerinos annehmen wird.

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