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Politik

Wie Bürger ihren Unmut auf unkonventionellen Touren auf die Straße bringen

Dienstag, 17 März 2015 20:55 geschrieben von  Albrecht Lose
Sebastian Edathy Sebastian Edathy Quelle: edathy.de

Magdeburg - Seit mehreren Tagen touren LKWs der Spedition Stegemöller mit Transparenten durch die Republik. Dabei werden gesellschaftskritische Themen ganz offen angesprochen.

Die aktuellste Botschaft, mit welcher die LKWs durch die Lande fahren, bezieht sich auf das kürzlich stattgefundene Kinderpornoverfahren des Sebastian Edaty (SPD). So ist auf dem Transparent zu lesen: „Da kann #E….y ja froh sein, dass er ,nur` Kinderpornos heruntergeladen hat und keine Musik. Sonst hätten sie ihn ja richtig drangekriegt.“ Dahinter steht in größerer roter Schrift weiter: „Schämt Euch was.“

Die Idee gesellschaftskritische Themen auf seine Lastwagen zu bringen, hatte er bereits vor drei Jahren. Dabei wurden beispielsweise Themen, wie Tierschutz und Einwanderung, von Stegemöllers Spedition offen angesprochen. So war auf seine Laster auch zu lesen: „Die Indianer konnten die Einwanderung nicht stoppen. Nun leben sie in Reservaten.“ Ebenso befand sich an der Seite des Auflegers ein Ortsausgangsschild abgebildet, worauf das Wort Meinungsfreiheit durchgestrichen zu sehen war.

Während die meisten Pressemedien, die über Stegemöllers Lastwagenprotest schrieben, sich darüber ausschwiegen, empörten sich einige wenige Lokalmedien über dieses einwanderungskritische Transparent.

In altbekannter Weise wurde versucht, diese Spedition als rechtspopulistische Firma auszumachen. Auch Sebastian Edaty hielt sich nicht mit unterschwelliger Kritik zurück. So stellte er in einem Facebookkommentar die Frage: „Hm, lässt sich übrigens gerade dieselbe Spedition, u.a. in der Bild, für Hass-Propaganda gegen mich feiern, die schon mal ‘nen NPD-Spruch auf ihren Lkws hatte?“

Bei dieser Frage kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Edaty versucht, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen. Denn seine Frage ist so zu verstehen, daß er der Spedition die Kritik an seiner Person abspricht, weil sie es wagt, einwanderungskritische Themen zu bedienen. Damit stellt er Einwanderungskritik und das Laden von kinderpornographischen Filmen unterschwellig auf einer Stufe. Getreu dem Motto, wer sich erlaubt, an der Einwanderungspolitik Kritik zu üben, verliert seinen Anspruch, Kritik gegen pädophiles Treiben zu äußern.

Daß Edaty sich über diesen Protest beschwert, scheint dennoch etlichen egal zu sein. So wurde ein bei Facebook veröffentlichtes Motiv 92.000 Mal geteilt und erhielt zudem 75.000 Gefällt-mir-Klicks.

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