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Nähe zur Reichsbürgerbewegung?

Xavier Naidoo im Kreuzfeuer der Kritik

Freitag, 10 Oktober 2014 15:01 geschrieben von  Torsten Müller
Berlin - Die Rede von Xavier Naidoo - Demo am Bundeskanzleramt 03.10.2014 Berlin - Die Rede von Xavier Naidoo - Demo am Bundeskanzleramt 03.10.2014 Quelle: youtube | Screenshot

Magdeburg - Der bekannte Popsänger Xavier Naidoo muss sich seit geraumer Zeit politisch rechtfertigen. Ihm wird vorgeworfen, auf einer Montagsdemonstration gesprochen zu haben. Diese Demonstrationen würden unter anderem von der so genannten Reichsbürgerbewegung organisiert, denen der Vorwurf gemacht wird, latent rechtsextremistisch zu sein.

Mit dieser Totschlagvokabel soll nun auch Naidoo politisch mundtot gemacht werden.

Schon im Jahr 2011 sagte er im ARD-Morgenmagazin: „Wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land. Deutschland hat keinen Friedensvertrag und dementsprechend ist Deutschland kein echtes Land und nicht frei.“ Aktuell wird ihm zum Vorwurf gemacht, dass er am Tag der Deutschen Einheit vor dem Reichstagsgebäude an einer Kundgebung der Reichsbürger teilgenommen und dort gesprochen habe. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „Freiheit für Deutschland“. Vor den etwa 300 Teilnehmern sagte er: „Dieses Land darf nicht in jeden Krieg ziehen. Es geht mir nicht um gut oder schlecht, mir geht’s nur um die Liebe zu diesem Land. Ich bedanke mich, dass ich in Deutschland geboren bin.“

Auf die massive Kritik seitens der Lokalpolitiker seiner Heimatstadt Mannheim, seitens der Medien und einiger Kollegen angesprochen, sagte Naidoo: „Am Tag der deutschen Einheit war es eine tolle Möglichkeit. Ich forderte die Menschen auf, alles für den Frieden zu tun. Mir war natürlich bewusst, dass ich kritisiert werden kann, wenn ich das mache, aber es ist für mich an der Zeit, einfach Stellung zu beziehen. Ich finde, wir sind an einem kritischen Punkt in Europa angekommen, und ich bin ganz klar gegen Krieg.“

Auch im Hinblick auf die offiziellen Verlautbarungen zum 11. September gab er zu bedenken: „Wer das als Wahrheit hingenommen hat, was da erzählt wurde, der hat einen Schleier vor den Augen, ganz einfach."

Wie stark er vor allem die etablierte Medienlandschaft ans Mark getroffen haben muss, zeigt folgendes Zitat im „Spiegel“: „Damit reiht sich einer der bekanntesten und populärsten Sänger des Landes dann also ein in die Kakofonie der abseitigen Spinner, Israel-Hasser, Amerika-Feinde, Verfassungsgegner und Demokratie-Skeptiker, die ebenfalls alle behaupten, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen.“

Bemerkenswert, mit welchen Bezeichnungen man zu leben hat, wenn man sich wagt, Fragen zu stellen und Ansichten zu vertreten, die dem Politik- und Medien-Mainstream nicht genehm sind.

Letzte Änderung am Freitag, 10 Oktober 2014 15:30
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Berlin - Die Rede von Xavier Naidoo - Demo am Bundeskanzleramt 03.10.2014 Quelle: youtube