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Ist Prof. Dr. Winfried Stöcker noch bei Verstand sich das zu erlauben?

Aufregung in Görlitz – Die Meinungsfreiheit geht um

Samstag, 20 Dezember 2014 15:07 geschrieben von 
Prof. Winfried Stöcker, Gründer und Vorstandsvors. der Euroimmun AG,Lübeck Prof. Winfried Stöcker, Gründer und Vorstandsvors. der Euroimmun AG,Lübeck Quelle: Euroimmun AG

Görlitz - Prof. Winfried Stöcker, Chef der Lübecker Firma Euroimmun, eines Medizintechnik-Unternehmens, hat der Sächsischen Zeitung ein Interview gegeben, das es in sich hat. Prof. Winfried Stöcker untersagte eine Benefizveranstaltung für Flüchtlinge in seinem Görlitzer Kaufhaus und löste damit unterschiedliche Reaktionen aus.

Bei genauerer Betrachtung geht es aber nur um eines: Prof. Stöcker hat seine Meinung gesagt. Er würde Afrikaner "sofort wieder nach Hause schicken", sagt Stöcker und geht auch ansonsten mit echten oder vermeintlichen Flüchtlingen hart ins Gericht. Freilich, eine Meinung, die vom Establishment verordneten Mainstream abweicht. Aber ist es nicht genau das, was Meinungsfreiheit ausmacht? Jenen seine Meinung sagen zu können, die sie nicht hören wollen?

Das Problem ist aber offenbar gar nicht, dass Herr Stöcker seine Meinung sagt. Das Problem der Berufsempörer gipfelt vielmehr darin, dass der Unternehmen in eine Kerbe schlägt, die sich seit Monaten zu einem Riss in der Gesellschaft entwickelt. Er spricht offenbar aus, was viele Bürger nur hinter vorgehaltener Hand aussprechen.

„Die Äußerungen sind menschenverachtend und beschämend“, sagt etwa Lübecks Sozialsenator Sven Schindler (SPD). Lübecks CDU-Fraktionschef Andreas Zander zweifelt sogar an Stöckers Verstand: „Wenn jemand das in der heutigen Zeit ernsthaft äußert, muss man sich überlegen, ob er sich nicht auf seinen geistigen Zustand untersuchen lassen muss.“ Zuspruch erhält der Unternehmer hingegen vom NPD-Parteivorsitzender Frank Franz: „Man mag zu Herrn Stöckers Aussagen stehen wie man will. Es muss aber möglich sein, dass in einer Demokratie jeder seine Meinung sagen kann, ohne Angst, von den Medien niedergemacht und durch die Öffentlichkeit gejagt zu werden. Was wir dieser Tage, auch bezüglich der Hetze gegen PEGIDA, erleben, hat mit Meinungsfreiheit kaum noch etwas zu tun.“

„Vor 20 Jahren haben sich in Ruanda die Neger millionenfach abgeschlachtet“ sagte Stöcker der SZ und fragt weiter, „hätten wir die alle bei uns aufnehmen sollen?“ Auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten bestätigte Prof. Stöcker seine Aussage und bekräftigte, dass er viele Freunde in Afrika habe, aber nicht wolle, „dass die uns über den Tisch ziehen.“

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