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Kassenärztliche Bundesvereinigung:

12. Qualitätsbericht der KBV

Freitag, 15 Januar 2016 21:54 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
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Berlin – Gesundheitspolitik, Krankenhauslandschaft, Ärztemangel, allgemein die Qualität der medizinischen Versorgung sind derzeit in aller Munde. Passend hierzu liegt seit dieser Woche nun der inzwischen zwölfte Band des Qualitätsberichts der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor, in dem  über den aktuellen Stand der Qualitätsförderung in der vertragsärztlichen Versorgung informiert wird. Der jährlich erscheinende Qualitätsbericht stellt aktuelle Themen des Berichtsjahres vor und gibt einen Überblick über das Genehmigungs- und Prüfgeschehen der ambulanten Qualitätssicherung in Deutschland. Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen stellen in dem Qualitätsbericht ausgewählte Aktivitäten und Initiativen vor. Verschiedene weitere Institutionen wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin oder das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte haben ebenfalls zu dem Bericht beigetragen.

Es gibt eine große Bandbreite von Vorgaben und Richtlinien hinsichtlich der Qualität in der ambulanten Versorgung, die das hohe Niveau der medizinischen Versorgung absichern sollen, wie aus dem aktuellen KBV-Bericht zu entnehmen ist. Es gibt dem Bericht zufolge für insgesamt fast 50 Leistungsbereiche Qualitätssicherungsvereinbarungen und -richtlinien. Mit den Genehmigungen haben die Niedergelassenen ihre besondere Qualifikation und weitere Qualitätsanforderungen zur apparativen und räumlichen Ausstattung ihrer Praxen nachgewiesen. Doch auch nach Erhalt der Genehmigung steht die medizinische Leistung in vielen Bereichen weiterhin auf dem Prüfstand. Im Jahr 2014 haben niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten für 337.600 Genehmigungen gegenüber den Kassenvereinigungen die Erfüllung der jeweiligen Qualitätsanforderungen nachgewiesen, um in diesem Jahr bestimmte qualitätsgesicherte Leistungen erbringen zu dürfen.

Da die Qualitätssicherungsrichtlinien und -vereinbarungen einem kontinuierlichen Anpassungsprozess unterliegen, um die Qualität der medizinischen Versorgung auf dem gewohnt hohen Niveau halten zu können, werden in dem Bericht auch diesbezügliche Aktualisierungen vorgestellt. Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen verweist auf die guten Ergebnisse und setzt sich für eine Verschlankung der Bürokratie in der vertragsärztlichen Versorgung ein. „Wir müssen für die Ärzte bürokratiearme und für die Kassenvereinigungen aufwandsarme Qualitätssicherungsregelungen schaffen. Dazu gehört ganz besonders eine stärker zielgerichtete Qualitätssicherung“, appelliert er an die Kassen. So könne endlich wieder mehr Zeit für die Behandlung von Patienten genutzt werden.

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