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Welche Zuwanderung brauchen wir?

Alexander Gauland streitet mit Frauke Petry

Freitag, 30 Januar 2015 21:20 geschrieben von  Johann W. Petersen
Alexander Gauland Alexander Gauland Quelle: AfD

Magdeburg - Nur wenige Tage vor ihrem Bundesparteitag in Bremen ist in der AfD ein neuer Streit um das Thema Zuwanderung entbrannt – und nun sogar zwischen Parteivertretern, die ansonsten an einem Strang ziehen. AfD-Vize Alexander Gauland forderte am Mittwoch einen kompletten Stopp des Zuzugs von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis. „Wir sollten eine Einwanderung von Menschen, die unserer kulturellen Tradition völlig fremd sind, nicht weiter fördern, ja wir sollten sie verhindern“, so Gauland gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“. Muslimen fiele es schwer, sich in Deutschland zu integrieren. „Diese kulturelle Tradition ist im Nahen Osten zu Hause.“

Dem widersprach umgehend Frauke Petry, die einen von derzeit noch drei Vorsitzendenposten bekleidet. „Die AfD fordert ein Zuwanderungsmodell nach kanadischem Vorbild”, sagte sie ebenfalls dem „Tagesspiegel“. Dabei komme es in erster Linie auf Bildung, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse an. „Religion und Herkunft spielen hierbei keine Rolle“, so Petry, die zugleich darauf hinwies, dass „jeder, der sich nicht zu unserem Grundgesetz bekennt, bei uns nicht willkommen” sei.

Zu dem AfD-Parteitag am kommenden Wochenende in Bremen werden etwa 2.500 Anhänger anreisen. Für das Platzproblem hat die Parteispitze mittlerweile eine Notlösung gefunden. Die Mitglieder sollen auf zwei Räumlichkeiten verteilt werden. Zunächst gab es den Plan, ein Zelt auf der Bremer Galopprennnbahn aufzubauen, doch die Polizei lehnte aus Sicherheitsgründen ab. 1.500 bis 2.000 Personen sollen nun im Maritim Hotel nahe dem Hauptbahnhof unterkommen, im Musical Theater am Richtsweg ist Platz für weitere 1.400. Per Standleitung sollen beide Orte miteinander vernetzt sein, Leinwände übertragen das Geschehen.

Um den Parteitag abzusichern, wird die Polizei das Veranstaltungsgelände großräumig abriegeln. Die Rede ist bereits jetzt von einem Ausnahmezustand, da schätzungsweise 5.000 Gegendemonstranten erwartet werden.

Letzte Änderung am Freitag, 30 Januar 2015 21:29
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