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CSU-Chef Horst Seehofer baut geschickt Druck auf

Alexander Gauland widerspricht „Spiegel“-Bericht über AfD-Intrigen

Mittwoch, 24 September 2014 14:35 geschrieben von  Johann W. Petersen
Horst Seehofer Horst Seehofer Quelle: CSU

Potsdam - Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, ist einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ entgegengetreten, nach denen die vier Abgeordneten Thomas Jung, Steffen Königer, Rainer van Raemdonck und Sven Schröder wegen ihrer „rechter Vergangenheit“ durch Intrigenspiele dazu gebracht werden sollen, ihre Mandate nicht anzunehmen.

In einer aktuellen Erklärung von Gauland auf der Internetseite der AfD-Brandenburg heißt es dazu: „Die Vorwürfe sind alle frei erfunden! Herr Jung ist sogar mein Stellvertreter in der Fraktion und ich arbeite mit allen vier angesprochenen Abgeordneten seit meiner Wahl zum Landesvorsitzenden vertrauensvoll im Vorstand zusammen. Es gibt keinerlei Bestrebungen, Abgeordnete dazu zu bewegen, Ihre Mandate nicht anzunehmen. Wir machen doch nicht engagierten Wahlkampf, um hinterher Abgeordnete von uns aus dem Landtag zu ekeln.”

Auch gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“, deren Herausgeber er von 1991 bis 2005 war, bestritt Gauland interne Machtkämpfe innerhalb der Fraktion. Der Bericht sei „von A bis Z falsch“, so Gauland gegenüber der Zeitung. Er habe keine Versuche unternommen, Abgeordnete loszuwerden, auch nicht über einen „Vertrauten“, auf den sich der „Spiegel“ beruft. „Das ist vielmehr der Versuch, die Fraktion zu spalten“, sagte der 73-Jährige, der früher selbst einmal einige Beiträge in der mittlerweile eingestellten Zeitschrift „Criticón“ des 2009 verstorbenen Verlegers Caspar von Schrenck-Notzing veröffentlicht hatte. Schrenck-Notzing galt als einer der prägenden Köpfe der sogenannten „Neuen Rechten“ in Deutschland.

Druck auf die AfD wurde wegen ihrer vermeintlichen Rechtsausleger unterdessen von Bayerns CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer ausgeübt, der eventuellen Koalitionsbemühungen der Partei zum jetzigen Zeitpunkt erneut eine Absage erteilte. „In der AfD gibt es gut ausgebildete und kluge Leute. Aber solange die Partei es nicht schafft, sich von den rechtsradikalen Elementen zu trennen, kommt für mich eine Koalition nicht infrage“, so Seehofer nach dem zuvor erwähnten Bericht der „Märkischen Allgemeinen“.

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