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Zu kalt und zu langweilig

Asylsuchende kehren Finnland den Rücken zu

Donnerstag, 15 Oktober 2015 15:29 geschrieben von  Albrecht Lose
Asylsuchende kehren Finnland den Rücken zu Asylsuchende kehren Finnland den Rücken zu Quelle: PIXABAY.COM

Helsinki - Hunderte vorrangig Irakische Asylforderer zogen sich wieder aus Finnland zurück, nachdem sie feststellen mußten, daß dieses Land nicht ihren Erwartungen entsprechen würde. Grund für den Rückzug ist zum einen das kalte raue Klima und zum anderen, daß das dünn besiedelte Land zu langweilig ist, wie aus einem gezeigten Yahoo-Videobeitrag der Nachrichtenagentur "AFP" bekannt wurde. Und so machten sich etliche Asylforderder in den vergangenen Wochen auf, über die Grenze bei Haparanda-Tornio nach Schweden zurückzureisen.

Gegenüber "AFP" sagte der 22-jaehrige Iraker Muhammed, daß der Welt ruhig gesagt werden kann, daß er Finnland hasse. Es ist zu kalt, es gibt keinen Tee, keine Restaurants, keine Bars; niemand ist auf der Straße nur Autos. Der Chef der finnischen Einwanderungsbehörde Esko Repo bestätigt auch die ablehnende Haltung der Asylforderer Finnland gegenüber, denn so sei ein Anstieg von Stornierungen der Asylanträge zu verzeichnen. Ebenso wird angenommen, daß die für dieses Jahr erwartete Anzahl von 30.000 Asylsuchenden wohl dadurch geringer ausfallen wird.

Bereits bei Facebook werden von Irakis selbstgedrehte Videos hochgeladen, die   unmißverständlich verdeutlichen, daß Finnland nicht das gewünschte Zielland ist. Bei solch einem Verhalten stellt sich jedoch die Frage, ob es sich dann tatsächlich noch um traumatisierte Kriegsflüchtlinge handeln kann. Denn in der Regel geht man doch davon aus, daß es Kriegsflüchtlingen primär darum geht, in einem Land leben zu können, in dem sie nicht um ihr Leben fürchten müssen.

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