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Flüchtlingsstrom aus Ungarn führt zu Zwangsmaßnahmen

Berlin beschlagnahmt erstmals Gebäude für Flüchtlinge

Donnerstag, 03 September 2015 17:35 geschrieben von  Albrecht Lose
Berlin Berlin

Berlin - Wegen des zu erwarteten Flüchtlingsstrom aus Ungarn, greift Berlin nun zu Zwangsmaßnahmen. So wird für die Unterbringung sog. Flüchtlinge erstmals ein Gebäude beschlagnahmt, wie der Senat kürzlich mitteilte. Dabei handelt es sich um die frühere Zentrale der Sparkasse an der Bundesallee in Wilmersdorf. Mit dieser Maßnahme möchte der Senat die überforderte Erstaufnahmeeinrichtung in der Turmstraße in Berlin-Moabit entlasten.

Außerdem sind bereits weitere Unterkünfte geplant, um der bevorstehenden Asylflut aus Ungarn gewachsen zu sein. Dazu gehört beispielsweise auch der ehemalige Flughafen in Berlin-Tempelhof, wo 1.500 Personen Platz finden sollen und des Weiteren kommen Zelte in der Polizeikaserne an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße in Spandau zum Einsatz. So werden nämlich vom Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ca. 14.000 Asylbewerber allein aus Ungarn erwartet. Dennoch sieht der Innensenator Frank Henkel (CDU), trotz der Beschlagnahme einer Immobilie, im jetzigen Ansturm von Flüchtlingen keinerlei Nachteil.

Für die Bewältigung der gesamten Einwanderung hält Berlins regierender Bürgermeister, Michael Müller, die Besorgung von weiteren Immobilien nun als wichtigste Aufgabe. Ob dazu auch weitere Beschlagnahmungen zählen werden, wird sich noch zeigen. Von der Hand zu weisen wäre es sicher nicht. Denn wenn es nach dem Willen einiger Asyllobbyisten gehe, wäre sicherlich sogar schon privater Wohnraum beschlagnahmt worden. So wurde von ihnen in der jüngeren Vergangenheit schon oft die Forderung gestellt, Asylbewerber privat unterzubringen.

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