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WLAN-Hotspots

Berlin erhält kostenloses WLAN

Sonntag, 29 November 2015 04:54 geschrieben von  Susanne Hagel
Berlin erhält kostenloses WLAN Quelle: PIXABAY.COM

Berlin - Am Mittwochabend wurde der lange verhandelte Vertrag über den Betrieb des kostenlosen WLAN-Netzes an öffentlichen Orten der Stadt unterzeichnet.

Der stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski bestätigte, dass endlich alle technischen Einzelheiten mit dem Vertragspartner ABL Social Federation aus Fürth geklärt werden konnten und der Vertrag im Roten Rathaus vom Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, unterzeichnet worden sei. Die Hotspots sollen nun innerhalb der nächsten Wochen ans Netz gehen.

Insgesamt soll ihre Zahl auf 650 Plätze innerhalb der Stadt bis zum Sommer 2016 anwachsen. Neben dem Roten Rathaus, dem Brandenburger Tor, dem Gendarmenmarkt und der Philharmonie soll auch am Theater des Westens Touristen und Einheimischen ab Anfang kommenden Jahres kostenloses WLAN-Netz zur Verfügung stehen. Neben diesen ersten fünf Hotspots sollen bis zu einhundert weitere ab Januar ans Netz gehen.

Die Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der Stadt hatten sich immer wieder hingezogen, zuletzt wegen Haftungsfragen. „Mit der aktuellen Version des Vertrages können aber beide Seiten gut leben“, erklärte Böhning. Aktuell stellt sich noch immer das Problem, wie die Access Points mit dem Denkmalschutz in Einklang gebracht werden können. Vor allem am Roten Rathaus und am Brandenburger Tor könnte es deshalb zu Problemen mit der Denkmalschutzbehörde kommen, so die Befürchtung. Der Projektleiter von ABL Social Federation, Nils Jahn, erklärt jedoch, man könne die Access Points auch an der Regenrinne anbringen und somit verhindern, dass sie die Gebäude berühren - „und die Box kann zusätzlich in der Farbe der Regenrinne gestrichen werden.“

Für die nächsten zwei Jahre fördert der Senat das Projekt mit 170.000 Euro – rund einem Drittel der veranschlagten Kosten. Alle Kosten, die zusätzlich entstehen, sollen durch Werbepartner aufgebracht werden. Kurze Werbespots, etwa von dem Amazon-Tochterunternehmen Audible, sollen die laufenden Kosten einmal decken, erklärte Jahn.

„Wir brennen auf das Projekt“, erklärte Jahn. „Es ist viel aufwändiger als gedacht, aber wir gehen es mit Begeisterung an. Es hat zwar lange gedauert, bis alles besprochen war, aber die Gespräche waren konstruktiv.“

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