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Viele Sozialwohnungen für Flüchtlinge benötigt

Bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt am Main wird noch knapper

Donnerstag, 17 September 2015 04:31 geschrieben von 
Wohnraum in Frankfurt am Main ist knapp Wohnraum in Frankfurt am Main ist knapp Quelle: DERFFLINGER

Frankfurt am Main - Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft hat in einer aktuellen Mitteilung darauf hingewiesen, dass infolge der massenhaften Einwanderung von Asylbewerbern bereits im laufenden Jahr für mindestens 20.000 Menschen „günstiger Wohnraum“ benötigt wird, bei Familiennachzug sogar noch wesentlich mehr. Damit wird sich das ohnehin akute Problem von mangelndem bezahlbarem Wohnraum für Normal- und Geringverdiener noch einmal drastisch verschärfen. Denn weder mit einer kurzfristigen noch mittelfristigen Entspannung der Situation auf dem preisgünstigen Segment des Wohnungsmarktes ist zu rechnen - schon gar nicht in Frankfurt, wo vordringlich Wohnraum für gut- und bestverdienende Bürger geschaffen wird.

Doch gerade in die derzeit wirtschaftlich noch prosperierende Mainmetropole wird es sehr viele der anerkannten oder mit Aufenthaltserlaubnis ausgestatteten Asylbewerber auf der Arbeits- und Wohnungssuche ziehen. Der schwarz-grüne Magistrat sowie die gleichfarbige Koalition im Römer sind bislang jede Auskunft darüber schuldig geblieben, wie das Problem gemildert, geschweige denn gelöst werden soll. Auch von Oberbürgermeister Feldmann ist zu diesem Problem nichts zu hören, obwohl doch gerade er das Thema Wohnen/Miete nur zu gerne in den Mittelpunkt stellt.

Die Mitteilung des Verbandes bestätigt die mehrfachen Aussagen der BFF-Fraktion, wonach der teilweise hysterischen „Willkommenskultur“ die harte Ernüchterung in der Realität folgen wird. Auch wohlfeile „Wir schaffen das“-Durchhalteparolen der Kanzlerin in Berlin werden daran nichts ändern.

Abermals hat der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft kritisch auf die viel zu hohen gesetzlichen Vorgaben im Baurecht, Energie und anderen Bereichen hingewiesen. Das sei investitionsfeindlich und führe dazu, dass preisgünstiger Wohnraum ohne Fördermittel nicht mehr kostendeckend realisierbar ist. Der Vorschlag des Verbandes, die öffentliche Hand müsse dringend mehr Geld für die „klassische soziale Wohnraumförderung“ bereitstellen, dürfte allerdings selbst im einkommensreichen Frankfurt an mangelnden Finanzen dafür scheitern. Deshalb wird die zusätzliche Belastung auf dem Wohnungsmarkt mehr denn je auf dem Rücken derer ausgetragen, die es dort ohnehin am schwersten haben: den Normal- und Geringverdienern.

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