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Bildung und Asyl:

Bildungshintergrund von Asylbewerbern unbekannt bis prekär!

Donnerstag, 03 Dezember 2015 14:00 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Bildung Bildung Quelle: PIXABAY.COM

Berlin - Die Bundesregierung rechnet damit, dass im Jahr 2015 zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Asylsuchende nach Deutschland kommen werden. Viele dieser Menschen beabsichtigen in Deutschland zu bleiben und zudem den Nachzug ihrer Familien, vor allem ihrer Frauen und Kinder, zu beantragen. Die etablierte Politik hat im Gegensatz zu breiten Teilen der Bevölkerung dennoch nicht die Hoffnung verloren, diesen Ansturm mittels Integration bewältigen zu können. Umso verstörender wirkt es, sowohl wie wenig, als auch was Weniges laut der Bundestagsdrucksache 18/6777 bezüglich des Qualifikationshintergrundes der Asylforderer bekannt ist. Demnach befragt zwar das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Asylbewerber im Rahmen ihrer Erstantragstellung auch zu den Aspekten Bildung und Ausbildung, doch ist diese Beantwortung der Fragen rein freiwilliger Natur, weshalb die durch diese Selbstauskünfte gesammelten Daten auch nicht im statistischen Sinne repräsentativ bzw. valide sind. Dies gesteht die Bundesregierung sogar ein.

Folglich sind auch die auf diese Weise gewonnenen Daten in keiner Weise dazu geeignet, die Grundlage für ein „Profiling“ im Rahmen einer Arbeitsmarktberatung zu bilden, da hierzu eine wesentlich tiefergehende Erfassung der Qualifikationen erforderlich wäre. Die besagte Regierungsauskunft ist mehr ein Offenbarungseid als eine Information, doch ist regierungsseitig wenigstens bekannt, dass im Jahr 2015 im Zeitraum 1. Januar 2015 bis 30. September 2015 von insgesamt 146 522 hierzu befragten Personen 21 903 Personen angaben, eine Universität oder Fachhochschule zu besuchen oder besucht zu haben. Sprich nur etwa ein Fünftel der Migranten machte Angaben, wovon ca. 15 % behaupteten eine Hochschulqualifikation zu besitzen. Andererseits gaben im selben Zeitraum jedoch 8,9 % die Selbstauskunft keinerlei Schule besucht zu haben, sprich Analphabeten zu sein.

Beunruhigend interessant ist allerdings, was die Bundesregierung - abgesehen von einer umfassenden Übersicht bezüglich dem Anteil mit Hochschulabschluss unter den Asylbewerbern - noch eingesteht, dezidiert nicht zu wissen. Die Regierung räumt nämlich zudem ein, allgemein keine Kenntnisse über in Deutschland anerkannte oder sonstige Schulabschlüsse der Asylinvasoren zu besitzen, oder auch nur hinsichtlich deren Alphabetisierung, ob in lateinischer oder anderer Schrift. Darüber hinaus sind bei der Bundesregierung ebenfalls keine Kenntnisse über Berufsausbildung, Berufserfahrung oder dem Anteil Berufsunfähiger unter den Asylbewerbern vorhanden. Es ermangelt folglich in einem erschreckendem Ausmaße der Lageanalyse, um überhaupt nur im Ansatz eine vielleicht zielführende Strategie entwickeln zu können, diesem Flüchtlingstsunamie Herr zu werden. Doch Kanzlerin Merkel gibt sich weiter sicher: „Wir schaffen das!“ Vielleicht, weil sie blind den zum Stichtag 11. November 2015 vom Bundesamt zugelassenen und Steuerzahler bezahlten 1 387 Integrationskursträgern vertraut...

Letzte Änderung am Freitag, 04 Dezember 2015 14:07
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