www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Marsch für das Leben 2015

Bischöfe unterstützen Lebensschützer

Samstag, 19 September 2015 20:14 geschrieben von  Susanne Hagel
Reinhard Kardinal Marx (2010) Reinhard Kardinal Marx (2010) Quelle: de.wikipedia.org | Wolfgang Roucka - Erzbischöfliches Ordinariat München | CC BY-SA 3.0

Köln - Die Deutsche Bischofskonferenz stellt sich unterstützend hinter die Teilnehmer des „Marsches für das Leben“, der am kommenden Samstag in Berlin stattfinden wird. Wie bereits in den vergangenen Jahren demonstrieren die Abtreibungsgegner friedlich unter dem Motto: „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!“.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx wünschte den Veranstaltern „guten Erfolg und eine rege Teilnahme“. „Durch Ihre Teilnahme verleihen Sie unserer Überzeugung vom gleichen Wert und der Würde eines jeden Menschen in einer friedlichen Demonstration öffentlich Ausdruck“, appellierte Marx an die Gläubigen. „Es ist eine beständige Aufgabe der Politik und jedes Einzelnen, sich für den Schutz der Würde auch der ungeborenen, kranken und alten Menschen (…) einzusetzen.“ Die Bischöfe unterstützen deshalb die Forderung der Teilnehmer, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist – unabhängig seiner Eigenschaften und Umstände.

Menschenrechte gelten auch für ungeborene Kinder. „Abtreibung löst keine Probleme, sondern schafft neue. Wir fordern Schutz und wirksamere Hilfen für Schwangere und Familien in Not“, erklären die Veranstalter auf ihrer Internetseite. „Mit dem Marsch für das Leben gedenken wir der Kinder, die Tag für Tag in Deutschland noch vor ihrer Geburt getötet werden.“ Mit der Demonstration fordern die Teilnehmer die Politik und die Gesellschaft auf, „das schreiende Unrecht der Abtreibung zu beenden, Tötung durch Selektion zu verhindern und das erneute Aufkommen der Euthanasie zu stoppen“.

Selbst Papst Franziskus unterstütze das Anliegen, erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Martin Lohmann. Weitere Grußworte erhielten die Lebensschützer von einigen CDU/CSU-Politikern. So unterstütze etwa Volker Kauder, der Bundesfraktionsvorsitzende der CDU, die Forderung eines Verbots der organisierten Suizidbeihilfe.

Im vergangenen Jahr waren etwa fünftausend Menschen zusammengekommen um gemeinsam für ungeborenes Leben und gegen Suizidbeihilfe zu demonstrieren. Der mittlerweile elfte „Marsch für das Leben“ beginnt am Samstag um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Insgesamt haben sich 13 Lebensschutzorganisationen im veranstaltenden „Bundesverband Lebensrecht“ zusammengeschlossen.

Unter dem Namen „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ formieren sich wieder Gegendemonstranten. Diese wenden sich gegen eine „religiöse Bevormundung“ und „marschieren für das Selbstbestimmungsrecht der Frau“. Neben Verbänden von Homosexuellen erklärten auch die Linken und Grünen anwesend zu sein. Sie fordern ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch und kündigten bereits an, sich wie im Vorjahr mit Trillerpfeifen, Sprechchören und Schildern unter die friedlichen Demonstranten mischen zu wollen, um für Tumult zu sorgen.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)