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Süd-Tiroler Freiheit:

Brennertag wider die Willkürgrenze und Solidarität mit Kobane.

Montag, 13 Oktober 2014 17:37 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Brennertag wider die Willkürgrenze und Solidarität mit Kobane. Quelle: SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen - Am gestrigen Sonntag machte die Süd-Tiroler Freiheit mit ihrem an der historischen Unrechtsgrenze organisierten Brennertag, öffentlichkeitswirksam auf ihr politisches Streben nach Umsetzung des vollen Selbstbestimmungsrechts für Südtirol aufmerksam. Teilnehmer auch von außerhalb Südtirols waren angereist, um mit einer Menschenkette in Form eines Kreises, die Willkürgrenze zu umklammern. Die teilnehmenden Aktivisten wollten so zum Ausdruck bringen, daß Grenzen den Menschen zu unterliegen haben, jedoch nicht die Menschen den Grenzen. Unterstützung erhielten die Süd-Tiroler Freiheit aus vielerlei Richtung. So waren Vertreter des Movimento Trieste Libera, der Sezessionsbewegung “S.N.F.K. – Selbstbestimmung der Nationen Friaul und Küstenland”, die monarchistische Schwarz-Gelbe Allianz sowie Unterstützer aus den übrigen Tiroler Landesteilen, aus Bayern und auch aus Ungarn unter den Teilnehmern. Ein Vertreter des Movimento Trieste Libera, die ihre Haltung mit einem Transparent mit der Aufschrift “Triest ist nicht Italien” unzweideutig zum Ausdruck brachten, sprach auch zu den Versammelten, wobei er auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Österreich einging, und deutlich machte, daß sich Triest auch heute noch stark mit Österreich verbunden fühlt. Auf die sozialen Auswirkungen auf Südtirol durch dessen Zugehörigkeit zu Italien wies in seinem Redebeitrag Landtagsabgeordneter Bernhard Zimmerhofer von der Süd-Tiroler Freiheit mit Nachdruck hin. Deren Fraktionsvorsitzender Sven Knoll äußerte sich wörtlich: „Es ist ein Irrglaube, an den Grenzen, die nach dem 2. Weltkrieg gezogen worden sind, festzuhalten zu müssen.“

Der Obmann des Süd-Tiroler Heimatbundes Roland Lang war am gestrigen Sonntag jedoch nicht am Brenner zu finden, da dieser an einer zeitgleichen Solidaritätskundgebung für die von der IS-Miliz belagerten kurdischen Stadt Kobane in Bozen teilnahm, da das gleich den Tirolern zerrissene und sogar auf vier verschiedene Staaten aufgeteilte kurdische Volk ebenso ein Recht auf Selbstbestimmung besäße, zumal es in Rojava unter Beweis gestellt hätte, zu einer demokratischen Selbstverwaltung mit Gleichberechtigung der Frauen in der Lage zu sein. Der Südtiroler Heimatbund und die Süd-Tiroler Freiheit bezichtigen die politische Führung der Türkei als feige und berechnend, die zuerst die Kurden loswerden wolle, um danach seinen politischen Einfluß in dem Gebiet zu erweitern. So ein Staat gehöre, nach den Worten der Südtiroler Freiheitsaktivisten nicht in die EU.

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