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Thilo Sarrazin sprach bei FPÖ:

Die neue Völkerwanderung – Risiken und Gefahren

Mittwoch, 07 Oktober 2015 18:16 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Dr. Thilo Sarrazin, Volkswirt & Autor Dr. Thilo Sarrazin, Volkswirt & Autor Quelle: thilo-sarrazin.de

Wien - Mehr als 500 Teilnehmer fanden sich in einem Kinosaal in Wien ein und nochmals etwa 37.000 weitere Zuhörer via eines Livestreams erreichte das FPÖ-Bildungsinstitut mit einer Veranstaltung zu dem Thema „Die neue Völkerwanderung – Risiken und Gefahren“, die mit dem Obmann der Freiheitlichen HC Strache und dem Publizisten Thilo Sarrazin zwei hochkarätige Redner aufweisen konnte. Eine politisch höchstinteressante Konstellation, da Thilo Sarrazin nach wie vor SPD-Mitglied ist und HC Strache als freiheitlicher Bürgermeisterkandidat den SPÖ-Amtsinhaber in Wien herausfordert. Allerdings ist Sarrazin zwar bekennender Sozialdemokrat, jedoch nicht vergleichbar mit den Parteigranden der heutigen SPD, die ihn sogar aus der Partei auszuschließen trachteten. Vielmehr ist Sarrazin von jenem Schlage, auf den wohl der freiheitliche Sozialist und Kriegsfreiwillige Kurt Schumacher (SPD-Vorsitzender von 1946 - 1952) stolz wäre. Die Feststellung Sarrazins, er vermisse die „Ratio“ in der gegenwärtigen Migrationspolitik, ergänzte der FPÖ-Chef mit seiner Kritik an einer „sozialromantischen Willkommenskultur".

Strache warnte in seinem Redebeitrag eindringlich vor den Folgen eines Familiennachzugs, bezüglich dessen der Publizist Sarrazin vorrechnete, daß auf diesem Wege aus 1,5 Millionen Zuwanderern in wenigen Jahren 7,5 Millionen werden könnten, die dann womöglich keine Minderheit mehr darstellten, sondern sich anschickten, eine Mehrheit zu werden. Zur begrifflichen Klarstellung vermied Strache die Bezeichnung „Flüchtlinge“, da die überwiegende Mehrheit aus rein wirtschaftlichen Motiven zuwandere. Er beschrieb die gegenwärtige Situation als eine" explosionsartigen Einwanderungswelle". Die Folge davon sei, so die Warnung Sarrazins, eine „tiefgreifende und unwiderrufliche kulturelle Veränderung". Auf die Halluzinationen der Regierenden wie Merkel & Co. bezogen, daß man dies schon schaffen würde, stellte Sarrazin unmißverständlich klar: "Man hat uns nie gefragt, ob wir das auch wollen." Das Fazit von Thilo Sarrazin war ein eindeutiger Handlungsauftrag an die Politik: Die Grenzen unter Kontrolle bringen und „letztlich schließen“. Als Vorbild verwies er hierbei auf Ungarn, da es lediglich  Ministerpräsident Viktor Orban versuche, die Kontrolle über die Grenze wieder zu erlangen. Dieser scheue sich nicht, logisch zu denken und nach seinen Ansichten zu handeln, selbst wenn es medial nicht erbaulich aussehe und zu internationaler Schelte führe.

Die Veranstaltung fand am Dienstag, exakt einen Tag nach der sog. Elefantenrunde der Spitzenkandidaten zur Wien-Wahl am kommenden Sonntag statt, die insbesondere durch einen Facebook-Post des beliebten Schlagermusikers  Andreas Gabalier Aufsehen erregte, in dem dieser hinsichtlich des Umgangs mit dem FPÖ-Kandidaten Strache beklagte, noch nie eine größere und abgesprochenere Hetzerei gegen eine Person gesehen zu haben.

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