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Dresden

Dirk Hilbert gewinnt zweiten Wahlgang zum Oberbürgermeister

Montag, 06 Juli 2015 15:44 geschrieben von  Susanne Hagel
Dirk Hilbert Dirk Hilbert Quelle: hilbert-fuer-dresden.de

Dresden - Wie das Wahlamt bestätigte, setzte sich im zweiten Wahlgang der FDP-Politiker Dirk Hilbert, der als unabhängiger Kandidat antrat, mit 54,2 Prozent gegen die SPD-Ministerin Eva-Maria Stange, die vierundvierzig Prozent der Stimmen erhielt, bei der Wahl zum neuen Oberbürgermeister der sächsischen Hauptstadt durch.

Somit wird Hilbert der Nachfolger der CDU-Politikerin Helma Orosz, die Ende Februar aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zurücktrat. Er hatte sie bisher bereits als amtierender Erster Bürgermeister vertreten. Der zweite Wahlgang war nötig geworden, nachdem keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erhalten hatte.

Waren beim ersten Wahlgang noch sechs Kandidaten angetreten, standen nun nur noch Hilbert, Stange und der „Die Partei“-Spaßkandidat Lars Stosch auf dem Wahlzettel. Die Kandidaten der CDU, der sächsische Innenminister Markus Ulbig, der AfD, Stefan Vogel und des PEGIDA-Bündnisses, Tatjana Festerling, traten nicht erneut an. Stattdessen riefen alle drei Kandidaten ihre Wähler dazu auf, mit ihren Stimmen Hilbert zu unterstützen, um Stange zu verhindern.

Die SPD-Politikerin und Wissenschaftsministerin Stange trat für das von der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit unterstützte Bündnis „Gemeinsam für Dresden“ an und hatte im Vorfeld erklärt, entschieden gegen die Protestbewegung PEGIDA vorgehen zu wollen, da sie sonst „negative Folgen für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“ fürchte, „die man mit schönen Kulturgütern nicht wettmachen kann“.

„Ich bin sehr froh und dankbar für dieses Ergebnis, persönlich und als ihr neuer Oberbürgermeister“, erklärte Hilbert im Anschluss an seinen Wahlsieg. Doch auch er kündigte an, das Negativbild, welches Dresden durch die PEGIDA-Bewegung in der Presse erhalten habe, geraderücken zu wollen. Er wolle Dresden zur Vorzeigestadt für die Integration und Beschäftigung von Asylanten sehen, erklärte er. Dabei werde er sich auch mit den Gründen der Unzufriedenheit der Protestdemonstranten auseinandersetzen und mehr Bürgerbeteiligung fördern. Außerdem sollen Unternehmen in Dresden ebenso wie Bildung und Kultur stärker unterstützt werden.

Insgesamt waren 436.000 Dresdner Bürger zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,7 Prozent.

Letzte Änderung am Montag, 06 Juli 2015 15:50
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