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Sicherheitsbehörden warnen

Dschihadisten könnten sich unter Flüchtlinge mischen

Dienstag, 15 September 2015 17:01 geschrieben von  Torsten Müller
Dschihadisten könnten sich unter Flüchtlinge mischen Quelle: 4.bp.blogspot.com

Magdeburg - Seit Monaten warnen die deutschen Sicherheitsbehörden davor, dass islamistische Terroristen Deutschland als Anschlagsziel auserkoren haben. Nun äußerten Sicherheitsexperten die Befürchtung, dass Dschihadisten sich unter die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak gemischt haben könnten. Mehrere Propaganda-Videos der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) weisen darauf hin, dass Deutschland durch seinen Afghanistan-Einsatz zu einem Todfeind der Islamisten geworden ist. Auch die Unterstützung der kurdischen Peschmerga bei ihrem Kampf gegen den IS nehmen Islamisten Deutschland übel.

So sagten zwei Islamisten in einem deutschsprachigen IS-Propaganda-Video: „Greift die Kuffar (Ungläubigen) an in ihren eigenen Häusern, tötet sie dort, wo ihr sie findet. Lasst euch nicht von ihnen runtermachen. Wir werden uns rächen.“

Ähnliche Äußerungen nahm der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nun zum Anlass, zu sagen, dass man nicht abschätzen könne, wie viele der nach Deutschland kommenden Menschen IS-Kämpfer oder islamistische Schläfer seien. Auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen warnte vor der wachsenden Gefahr: „Wir müssen zumindest davon ausgehen, dass unter den vielen Flüchtlingen auch solche sein können, die Kampferfahrung haben. Wir sehen das schon als abstrakte Gefahr.“

Maaßen weist auch darauf hin, dass die Gefahr bestehe, dass frustrierte Flüchtlinge sich in islamistische Netzwerke integrieren könnten. Salafisten versuchen bereits, Kontakte zu Islamisten zu knüpfen. Derartige Entwicklungen wurden sowohl in Bayern als auch in Nordrhein-Westfalen beobachtet.

Es gebe zwar bisher keine konkreten Hinweise, Sicherheitsexperten gehen aber dennoch von einer „erhöhten Gefährdung“ aus. Bisher ging man nicht davon aus, dass potentielle Terroristen den beschwerlichen Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen werden. Doch mittlerweile ist man von dieser Meinung abgerückt.

Auch die USA haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Einreise potentieller Terroristen zu verhindern. So müssen Menschen aus dem Nahen Osten oder aus Afrika 18 bis 24 Monate warten, bis sie in die USA einreisen dürfen. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte dazu: „Sie durchlaufen einen viel strammeren Sicherheits-Check als jeder andere, der erwägt, in die USA zu reisen.“

Der wachsenden Gefahr kann nur wirksam entgegengetreten werden, indem in der Türkei und in Nordafrika Registrierungszentren errichtet werden, in denen die Asylverfahren und konkrete Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt werden können, ohne dass die Asylbewerber nach Deutschland einreisen müssen.

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