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Tödlicher Krankheitserreger

Ebola – weiterer Beleg für die nicht zu unterschätzende Gefahr

Mittwoch, 01 Oktober 2014 22:16 geschrieben von  Torsten Müller
Ebolavirus Ebolavirus Bild: Giovanni Cancemi / Quelle: Fotolia.com

Berlin - Dass die todbringende Seuche Ebola nicht nur gefährlich für weite Teile Afrikas sein kann, ist bereits durch die Tatsache deutlich geworden, dass viele Amerikaner und Europäer vor Ort Hilfe leisten – und das leider oft genug nur unzureichend geschützt. Auch ist die Tatsache, dass sowohl Europa als auch die USA bisher keine Einreisebeschränkungen für die gefährdeten Länder erlassen haben, äußerst riskant.

Nun ist auch in den USA erstmals ein Fall von Ebola diagnostiziert worden, wie die Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mitteilte. Der Patient war kürzlich im afrikanischen Liberia, das besonders stark von der Epidemie betroffen ist. Aktuell wird er in einem Krankenhaus im texanischen Dallas behandelt. Da er erst sechs Tage nach dem Flug einen Arzt aufsuchte, kann nun nicht ausgeschlossen werden, dass er weitere Personen angesteckt hat. Der Leiter des CDC, Thomas Frieden sagte dazu: „Jemand, der mit dieser Person Kontakt hatte, könnte sicherlich in den kommenden Wochen an Ebola erkranken." Alle Menschen aus der direkten Umgebung des Patienten, mit denen er in den letzten Tagen engen Kontakt hatte, werden nun ausfindig gemacht und unter Beobachtung gestellt. In welchem Ausmaß sich die Seuche nun auch in den USA verbreiten konnte, ist bisher überhaupt nicht prognostizierbar.

Frieden versucht berechtigte Befürchtungen dennoch zu beruhigen: „Ich habe keinen Zweifel, dass wir diesen Ebola-Fall kontrollieren und dafür sorgen werden, dass sich die Krankheit in diesem Land nicht weiter ausbreiten wird.“ Eine der bisher ungeklärten Fragen ist, warum der Patient trotz eindeutiger Symptome erst nach Tagen in die Isolierstation verlegt wurde.

Die einzigen Profiteure der offenen Grenzen und damit auch der Möglichkeit, dass sich die Seuche grenzenlos ausbreitet, sind die großen Pharma-Konzerne, die bereits an einem Gegenmittel forschen. Deren Aktienkurse stiegen in den USA nachbörslich bereits an.

Da die Gesundheitsbehörden den Fall nicht auf die leichte Schulter nehmen und offenbar damit rechnen, dass weitere Fälle von Ebola auf die USA zukommen, haben sie jetzt sämtliche Notfallstationen aufgefordert, bei Verdachtsfällen den Reiseweg zu erfragen und schnellstmöglich Tests durchzuführen.

Auch muss – um die eigene Bevölkerung zu schützen – über Einreisebeschränkungen nachgedacht werden, um Zuwanderung aus den betroffenen Ländern konsequent zu unterbinden.

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