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Keine Ruhe für Leipzig

Erneuter linksradikaler Anschlag in Leipzig

Samstag, 06 Juni 2015 17:23 geschrieben von  Dirk Schneider

Leipzig - Leipzig kommt nicht zur Ruhe. Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr haben unbekannte, vermutlich aus dem linken politischen Spektrum stammende Vermummte in Leipzig randaliert.

Wie die Polizeisprecherin Maria Braunsdorf berichtete, waren diesmal um die einhundert, teils vermummte Personen an einem Marsch durch die Innenstadt beteiligt. Etwa gegen 22:20 Uhr setzte sich der Trupp vom Johannapark kommend in Richtung Neues Rathaus in Bewegung. Weil die Polizei das Neue Rathaus bereits abgesperrt hatte, zogen die Gewalttätigen stattdessen randalierend durch das Musikerviertel. Dabei blieb es auch diesmal nicht bei Schmierereien. Die Linksextremen warfen Pflastersteine, Böller, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails nach den herbeigeeilten Polizisten und verletzten mehrere Beamte. Neben den Beschimpfungen und Angriffen auf die Beamten wurden auch drei Polizeiautos zerstört. Ausgestreute Krähenfüße beschädigten auch Fahrzeuge unbeteiligter Bürger.

Außerdem errichteten die Linken eine brennende Reifenbarrikade und zertrümmerten nicht nur mehrere Straßenbahnhaltestellen, sondern warfen auch mehr als zweihundert Pflastersteine auf  die Fensterscheiben des Bundesverwaltungsgerichts und des US-Generalkonsulats, griffen dessen Sicherheitspersonal ebenso an wie Polizisten und zertrümmerten bei einer besonders verwerflichen Attacke auch die Frontscheibe eines vorbeifahrenden Reisebusses. Im Vergleich dazu fallen die Schmierereien, die die Randalierer auf den Gehwegen und den Fassaden der Gebäude, an denen sie vorbeizogen, hinterlassen haben, kaum mehr ins Gewicht.

Wie die Polizei mitteilte, müsse man von einem „Gewaltexzess“ sprechen. Man ermittle nun wegen Landfriedensbruch. Es sei der Polizei aber gelungen, den Zug der Linksextreme zu stoppen und zu zerstreuen. Dabei sei ein Mann festgenommen worden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens sei noch nicht zu benennen.

Die Polizei sei nun in erhöhter Alarmbereitschaft, vermeldete Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz. „Die Randalierer sind mit großer Aggressivität vorgegangen.“ Noch sei das Motiv der Ausschreitungen unklar. Es gibt die Spekulation, das Ziel der Linksextremen sei das Stadtfest, welches an diesem Wochenende anlässlich der 1.000-Jahrfeier der Stadt stattfindet. „Wir haben sie relativ früh am Ring gestoppt, so dass sie nicht in die Stadt reinkamen. Sonst wäre vermutlich noch mehr passiert“, mahnte Merbitz. Er könne ebenso „ausdrücklich nicht ausschließen“, dass der Exzess mit dem G7-Gipfel in Elmau in Zusammenhang stehen könnte.

Es war bereits der fünfte Angriff auf die Stadt, der von linksextremer Seite allein in diesem Jahr verübt worden war. Im Januar attackierten erst etwa fünfzig Vermummte eine Polizeistation in Leipzig-Connewitz. Mitte des selben Monats randalierten dann etwa sechshundert Linke in der Innenstadt und warfen vierzig Fensterscheiben des Amtsgerichts ein. Ende März beschmierten erneut rund fünfzig Unbekannte die Staatsanwaltschaft Leipzig unter anderem mit Antifa-Zeichen. Am 24. April versammelten sich erneut Linksextreme vor der Ausländerbehörde und werfen mit Pflastersteinen 42 Scheiben ein.

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