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Im Auftrag des brandenburgischen Innenministeriums

Erste Studie zur Gewalt in Asylbewerberheimen erschienen

Donnerstag, 08 Oktober 2015 18:16 geschrieben von  Torsten Müller
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Potsdam - Aufgrund der ausufernden Gewalt in Asylbewerberheimen und deren direkter Umgebung hat das brandenburgische Innenministerium eine Studie in Auftrag gegeben, mit der die Ursachen der Gewalt unter die Lupe genommen werden sollten. Die Studie ist nun erschienen und fördert erhellende Fakten zutage. So wurden in fast allen Asylbewerberunterkünften Brandenburgs Heimleiter und Mitarbeiter befragt, in jedem Heim kam es zu häuslicher Gewalt.

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer Konflikte mit der zunehmenden Belegungsdichte, mangelnden Beschäftigungsmöglichkeiten und der Vielfalt der Herkunftsregionen steigt.

Die Sozialforscher schreiben in dem Bericht: „Grenzüberschreitendes Verhalten und aggressive verbale Auseinandersetzungen, Bedrohungen und Beleidigungen sowie schwerwiegende Sachbeschädigungen wurden überaus häufig berichtet und gehören, den Schilderungen nach, zum Alltag in den Unterkünften.“

Viele Straftaten und Gewaltdelikte seien religiös motiviert: „Immer wieder wurde Hass zwischen unterschiedlichen Nationalitäten oder Religionen als letztliche Ursache genannt.“ Vor allem Muslime fühlten sich durch das Verhalten anderer Bewohner in ihren religiösen Gefühlen beleidigt.

Mit Blick auf Salafisten und andere radikale Islamisten schreiben die Autoren der Studie: „Ein Sonderfall stellen Flüchtlinge dar, die mit ihrer Religionsausübung sehr konservative (Salafisten), für Frauen restriktive Praktiken verbinden oder die sich in einem Prozess der Radikalisierung (Islamismus) befinden. Derartige Personen wurden als besonders schlimme und brutale Quelle für Gewalt an Frauen in den Unterkünften geschildert.“ Auch Missionierungsversuche seien häufig mit Gewalt verbunden.

Die NPD hat zu der vorgelegten Studie eine Erklärung veröffentlicht, in der es unter anderem heißt: „Die Studie und diverse Berichte aus Asylbewerberunterkünften machen deutlich, dass die hunderttausendfache Zuwanderung über das Asylticket zu einer massiven Belastung der inneren Sicherheit führt. Die NPD vertritt den Standpunkt, dass Ausländer und Asylbewerber, die sich in Deutschland kriminell betätigen, ihr Gastrecht verwirkt haben. Für sie kann es nur die Ausweisung aus Deutschland und eine dauerhafte Wiedereinreisesperre geben. Um dies umsetzen zu können, brauchen wir die Wiedereinführung von Grenzkontrollen.“

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