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Klausurtagung der Süd-Tiroler Freiheit:

Ethnische, nicht territoriale Autonomie!

Dienstag, 01 September 2015 22:14 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Ethnische, nicht territoriale Autonomie! Quelle: SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen - In Obernberg am Brenner hielt die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit am vergangenen Wochenende ihre Klausurtagung ab, die als Ideenschmiede für die Erarbeitung neuer Aktionen - insbesondere zum Thema doppelte Staatsbürgerschaft für diesen Herbst - sowie Werbemittel und Kampagnen dient. Insbesondere wurde auch die Positionierung und Strategie mit Blick auf den bevorstehenden Autonomiekonvent ausführlich diskutiert. An der Klausur der Bewegung nahmen die Landtagsabgeordneten, Vertreterinnen der Frauengruppe, Vertreter der Bezirke, Mitarbeiter, Gemeinderäte und Jugendvertreter teil. Übereinstimmend ist man der Ansicht, daß die Autonomie wie selten zuvor unter Druck stünde, und dies bedauerlicherweise nicht allein seitens Rom, sondern unnötigerweise aus Süd-Tirol selbst, was auf die Haltung der SVP zurückgeführt wird. Es wurde eindeutig klargestellt, daß es in der Autonomiefrage vor allem um die ethnische Autonomie geht, welche nicht leichtfertig zu einer rein territorialen heruntergespielt werden dürfe.

Scharf kritisiert wurde, daß es die SVP im Vorfeld des Autonomiekonvents vermied, ein klares Bekenntnis zu den Säulen der Autonomie, wie Proporz und Unterricht in der Muttersprache, abzugeben. Würde die Autonomie lediglich territorial definiert werden, wäre sie ihrer eigentlichen Grundlage beraubt, so die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit. Für diesen Herbst werden einige Aktionen und Informationskampagnen anvisiert, um vielen Halb- und Unwahrheiten im Zusammenhang mit der Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft zu entkräften. Auch die diesjährige traditionelle Brennerkundgebung der Bewegung, welche am 11. Oktober direkt an der Unrechtsgrenze stattfindet, wird ebenfalls im Zeichen der doppelten Staatsbürgerschaft stehen. Weiter verständigte man sich auf der Konferenz, den Werbekatalog weiter auszubauen und mit neuen T-Shirts, Aufklebern und anderen Utensilien auszubauen. Alleine der Aufklebe „Süd-Tirol ist nicht Italien“ wurde weit über ein halbe Million Mal nachgefragt.

Tags zuvor, am vergangenen Freitag, hielt die Junge Süd-Tiroler Freiheit ihren ersten landesweiten Jugendtreff ab, auf dem der neue und alte Landesjugendsprecher Benjamin Pixner feststellte, daß man heute mit ruhigem Gewissen behaupten dürfe, daß sie zu den größten politischen Jugendorganisationen des Landes zählten. Die Junge Süd-Tiroler Freiheit zählt rund 1.700 Mitglieder, welche nicht älter als 30 Jahre sind.

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