www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Neuer Irrsinn der EU-Kommission

EU legt neue Standards für Topflappen fest

Dienstag, 25 November 2014 19:29 geschrieben von  Susanne Hagel

Brüssel - Die EU sorgt sich um die Sicherheit - und vermutlich auch den Geisteszustand - der Europäer in ihren Küchen. Eine Kommission tagt diese Woche deshalb zur Festlegung von Sicherheitsstandards für Topflappen, Back- und Haushaltshandschuhe.

Wie ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, wurde die Gefahr, die von den handelsüblichen Topflappen ausgeht, bisher massiv unterschätzt. "Standard-Topflappen können offensichtlich zu schweren Verbrennungen führen", erklärt er die Notwendigkeit derartiger Sitzungen. "Und die Menschen möchten kein Geld mehr für Produkte ausgeben, die nicht funktionieren." Leider führte er nicht aus, wieviele Europäer sich bei der EU seit der Gründung beschwert haben, weil sie aufgrund mangelhafter Topflappenqualität Verbrennungen erlitten. Er stellte jedoch klar, dass die Beratungen über eine mögliche Änderung der EU-Vorschriften „immer Gegenstand intensiver Beratungen" sei. Die EU-Abgeordneten haben die von Milliarden Topflappen ausgehende Gefahr also erkannt und - Bürger sei beruhigt! - nehmen sie ernst.

Deshalb sollen nun Standards festgelegt werden, um sicherzustellen, dass die Topflappen einer Hitze von bis zu 200 Grad Celsius standhalten. Man wolle sich an den bereits festgelegten Ansprüchen für Profiküchen orientieren - in "Absprache mit der Industrie und der Folgenabschätzung". Auch Haushaltshandschuhe sollen künftig  europaweit getestet und zertifiziert werden, damit sich die Verbraucher sicher sein können, dass die Handschuhe allen Grundreinigungsmitteln widerstehen können. Leider würden sich die Produkte deshalb wohl bis zu zwanzig Prozent verteuern, schließlich müssten die hohen Standards ja finanziert werden.

Wer sich angesichts dieser pervertierten Bürokratie an die Schildbürger erinnert fühlt, sei beruhigt: er ist nicht allein. Wider Erwarten gibt es tatsächlich Kritiker derart irrwitziger Regelungen und einige von ihnen finden sich sogar unter den Politikern. Der britische Verbraucherminister Matthew Hancock bezeichnete die Änderungsvorschläge als "völlig verrückt". "Diese übereifrigen Vorschläge unterstreichen die Notwendigkeit einer EU-Reform und illustrieren, weshalb wir gegen Brüssels Regulierungswut kämpfen", so der Brite, der laut seinen Gegnern offensichtlich zu wenig Zeit in der Küche verbringt um sich der dort drohenden Gefahren bewusst zu sein.

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 November 2014 02:34
Artikel bewerten
(2 Stimmen)