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Auch Alexander Gauland vor großem Wahlerfolg

Forsa sieht Zugewinne für AfD

Mittwoch, 10 September 2014 17:37 geschrieben von  Johann W. Petersen
AfD-Politiker Alexander Gauland AfD-Politiker Alexander Gauland Quelle: AfD

Potsdam - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat nach ihrem Einzug in den Sächsischen Landtag im Stern-RTL-Wahltrend zwei Prozentpunkte zugelegt und käme auf 7 Prozent, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Auch die Unionsparteien gewinnen im Vergleich zur Vorwoche hinzu und liegen jetzt bei 42 Prozent, während die SPD um ein Prozent auf 23 Prozent abfällt. Jeweils einen Punkt büßen auch die Linken und die Grünen ein und kämen auf 9 Prozent. Die FDP bliebe mit 3 Prozent unter der Hürde für den Einzug ins Parlament.

Jede Woche stellt das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl. Aktuell befragten die Berliner Demoskopen zwischen dem 1. und 5. September 2.502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

Laut Forsa-Chef Manfred Güllner ist die AfD „keine Protestpartei“. Sie werde gewählt „von einem Milieu, das man als rechtspopulistisch bis rechtsradikal identifizieren“ könne. Güllner gibt das Gesamtpotenzial für eine solche Partei in Deutschland mit rund zehn Prozent an. „Die gehen zeitweilig entweder gar nicht wählen oder parken ihre Stimmen bei anderen Parteien, auch, aber nicht nur, bei der Union - bis es wieder eine für sie attraktive Partei auf der rechten Seite gibt“, so der Forsa-Chef über diese Gruppe von Wählern. Güllner geht zudem davon aus, dass die AfD am kommenden Sonntag auch in die Landtage von Thüringen und Brandenburg einziehen wird.

Dafür sprechen auch die letzten Umfragen von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen. Laut ZDF-Politbarometer vom 04.09. sieht die Forschungsgruppe Wahlen die eurokritische Partei in beiden Ländern bei 8 Prozent der Stimmen. Etwas anders die Zahlen von Infratest dimap (04.09.): In einer Umfrage des Instituts im Auftrag des MDR würden in Thüringen 7 Prozent AfD wählen, in Brandenburg laut Umfrage im Auftrag des RBB sogar 9 Prozent.

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