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Tiroler Einheit als Ziel

FPÖ-NRAbg. Werner Neubauer spricht sich für Tiroler Landeseinheit und Schutzmachtfunktion Österreichs aus

Dienstag, 21 Oktober 2014 04:10 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Werner Neubauer - Nationalratsabgeordneter Werner Neubauer - Nationalratsabgeordneter © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Innsbruck - Der freiheitliche Südtirol-Sprecher, FPÖ-Nationalratsabgeordneter Werner Neubauer äußerte sich anläßlich des Vortrags von Prof. Daniel Turp, der eine Professur für Völkerrecht an der Universität Montréal innehat, auf der 8. ordentlichen Landesversammlung der Süd-Tiroler Freiheit in Bozen, mit deutlichen Worten zu einer gesamt-tiroler Verantwortung und Zielsetzung. Bezugnehmend auf die Ausführungen des Völkerrechtlers verlautbarte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete wörtlich: "Damit ist ein weiterer Beweis erbracht, dass Italien das Recht der Südtiroler, die Selbstbestimmung anzustreben, anerkennen muss und dies sollte auch endlich die regierende SVP zur Kenntnis nehmen, statt sich ständig der Willkür Roms zu unterwerfen. Des weiteren hat Österreich als Schutzmacht die Südtiroler auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung nach aller Möglichkeit zu unterstützen."

Der FPÖ-Politiker führte zudem aus: "Nachdem nun einige wichtige Vorfragen zur künftigen Ausrichtung einer Südtirolpolitik im Zeichen des Selbstbestimmungsrechtes geklärt werden konnten, bin ich guter Hoffnung, dass diese neue Entwicklung auch im Südtiroler Volk Einkehr finden möge. Letztendlich muss es das Ziel sein, die Tiroler Landeseinheit wieder zu erlangen." Mit Blick auf die politische Generalausrichtung der FPÖ hält Neubauer mit seinen Aussagen althergebrachten Kurs, so ist auch der 4. Auflage des sogenannten Handbuchs freiheitlicher Politik von 2013 auf Seite 267 f. unmißverständlich zu entnehmen: „Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist unteilbar und unverzichtbar. Bis zur Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Südtiroler ist es die historische Aufgabe Österreichs, den ethnischen und kulturellen Bestand der deutschen und ladinischen Volksgruppen in Südtirol sowie deren Autonomierechte mit allen verfügbaren friedlichen Mitteln zu sichern. Österreich bleibt daher Schutzmacht der deutschen und ladinischen Südtiroler. Dem Land Südtirol ist die Möglichkeit des Beitritts zur Republik Österreich in freier Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes der Südtiroler offenzuhalten. Dahin gehende friedliche Bestrebungen sind als legitime Inanspruchnahme der verbrieften Menschenrechte durch die Republik Österreich, auch auf internationaler Ebene, zu schützen. Das Gleiche gilt für legitime friedliche Bestrebungen, das Land Südtirol im Wege der Selbstbestimmung in einen von Rom unabhängigen Freistaat innerhalb der EU umzuwandeln - allenfalls als Vorstufe zur Heimkehr in das Vaterland Österreich. Durch die Republik Österreich sind alle friedlichen und demokratischen Bestrebungen zu unterstützen, die deutschen und ladinischen Südtiroler enger an das Vaterland Österreich zu binden, insbesondere durch das Recht auf zusätzlichen Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker berührt aber auch alle anderen ehemals deutsch besiedelten Teile der österreich-ungarischen Monarchie.“

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