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Flüchtlingspolitik

FPÖ sieht Australiens Vorgehen als Vorbildhaft an

Mittwoch, 06 Mai 2015 21:32 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
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Wien - Laut Übereinkunft der Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Sondergipfel zur Flüchtlingspolitik vom 23. April sollen die interne Solidarität und Verantwortung gestärkt werden, in dessen Zusammenhang von Aufteilungsquoten innerhalb der EU die Rede ist. Der FPÖ-Parteichef HC Strache machte hierzu auf die Notwendigkeit aufmerksam, daß eine solche Quote nicht nach oben hin offen sein dürfe. Mit Blick auf die Schlepperbanden verwies Strache auf das Beispiel Australien, das solche Flüchtlingsschiffe abfängt und zu den Aufbruchsorten zurückbringt. Auch die französische Front National-Vorsitzende Marine Le Pen forderte aktuell eine Rückverschiffung. Im Gegensatz zum EU-Establishment sieht Strache den gemeinsamen internationalen Ansatz jedoch nicht hauptsächlich in Verteilungsfragen auf europäischem Boden, sondern auf dem afrikanischen Kontinent selbst und fordert einen diesbezüglichen Masterplan für die Fluchtregionen in Afrika. Der freiheitliche Politiker fordert Vorort-Schutzmaßnahmen in Afrika anstelle einer weiteren Duldung überwiegend wirtschaftlich motivierter Migration in Europa.

Auch der freiheitliche Generalsekretär Herbert Kickl schloß sich dieser Sichtweise an und beschrieb die Strategie nach der australischen Variante, mit der das Flüchtlingsproblem allein in den Griff zu bekommen sei unmißverständlich mit den beiden Worten „No Way“. An die Grünen gerichtet äußerte sich der FPÖ-Generalsekretär wörtlich: „Im Unterschied zu ihnen bin ich nicht der Meinung, dass illegale Zuwanderung in irgendeiner Form zu dulden ist, oder dass massenhafter Asylbetrug auch nur in irgendeiner Form salonfähig gemacht werden soll, aber genau das ist das Phänomen, mit dem wir derzeit über ganz weite Teile zu tun haben und mit dem wir über die Fernsehbilder konfrontiert werden.“

Eine freiheitliche Flüchtlingspolitik hieße folglich weniger Asylheime in Europa, dafür mehr Flüchtlingscamps und/oder humanitäre Betreuungsstationen auf dem afrikanischen Kontinent. Nur wenn den Migrationswilligen ersichtlich wird, daß via der sogenannten Flüchtlingsboote kein Zugang nach Europa mehr möglich ist, wird auch die Geldquelle für die Schlepperbanden ausgetrocknet. Asylbewerbungen und evtl. Aufteilungen müßten somit bereits in den Flüchtlingscamps und nicht mehr in den bevorzugten europäischen Ländern stattfinden, wodurch der hohe Anteil nicht Anspruchsberechtigter erst gar nicht nach Europa gelangt.

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