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"Rechtsextremes Gedankengut in der AfD nicht willkommen"

Götz Kubitschek und Ellen Kositza mißfallen Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel

Mittwoch, 25 Februar 2015 20:33 geschrieben von  ABC
Alternative für Deutschland Alternative für Deutschland Quelle: AfD

Magdeburg - Ein Vordenker der AfD (der Redaktion persönlich bekannt) macht sich seine Gedanken über den Kurs der Alternative für Deutschland. Wir möchtem diesem Autor hier die Möglichkeit geben seine Gedanken frei zu äußern:

"Generell ist rechtsextremes Gedankengut in der AfD nicht willkommen. Das gilt allerdings seit der Gründung der Partei und nicht erst seit der Ablehnung des Aufnahmeantrages von Herrn Götz Kubitschek (Quelle: Bundesvorstand Alternative für Deutschland gefunden am 24.02.2015).

Die Ablehnung der Aufnahmeanträge von Götz Kubitschek und Ellen Kositza durch den Bundesvorstand und das obige Zitat lassen für mich keinen Zweifel: Die Loyalität des Bundesvorstandes gegenüber der eigenen Partei kann nicht mehr vorausgesetzt werden. Die AfD befindet sich in einer Übergangsphase mit ungewissem Ausgang. Der Abstieg der AfD ließe sich nur noch verhindern, wenn die feindliche Übernahme der AfD durch Bernd Lucke und seine Clique zeitnah gestoppt wird. Umfang und Komplexität der Probleme in Deutschland schreien geradezu nach einer Volksparteien-Strategie für die AfD. Diese müßte in ca. 10 Jahren mit der CDU (die es dann so nicht mehr gäbe) um die Positon der stärksten politischen Kraft in Deutschland kämpfen. Den Willen hierzu kann ich im Bundesvorstand nicht ansatzweise erkennen. Interne politische Debatten finden kaum statt. Der Aufbau von hierfür sinnvollen Internetplattformen durch die Bundespartei unterbleibt. Tendenzen zur Kleingeisterei, Lagerbildung und Verkrustung sind nicht zu übersehen und werden im Einzelfall wie in der Causa Kubitschek & Kositza geradezu gefördert.

Gäbe es eine Strategie, die AfD auf Dauer unter 10 % zu halten indem man ihre programmatische Entwicklung behindert, so könnte man bis jetzt den Erfolg bestätigen. Nationalkonservatives Gedankengut auf der einen Seite und libertäres Gedankengut auf der anderen Seite werden systematisch ausgegrenzt. Dies läßt sich eben auch für ihre profilierten Vertreter beobachten. Dies ist ganz offensichtlich auch der Tatsache geschuldet, daß eine einzige Person hier die Spielregeln bestimmt und völlig zu Recht intellektuelle Kokurrenz fürchtet. Das Scheitern des AfD-Projektes als politische Partei ist in Sichtweite. Erweist sich die AfD als unwillig oder unfähig, die existentiellen Interessen des Deutschen Staatsvolkes zu vertreten, so wird dies zuerst die publizierende Gegenöffentlichkeit erkennen und den Daumen nach unten zeigen. Nichtwähler werden nicht kommen, Protestwähler werden wieder gehen und schließlich wird auch die bürgerliche Resteschicht der AfD den Rücken zukehren."

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 Februar 2015 20:42
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