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Für Flüchtlinge tiefer in die Tasche greifen?

Gesetzliche Krankenkassen müssen bevorstehendes Milliardenfdefizit ausgleichen

Samstag, 20 Februar 2016 08:39 geschrieben von  Albrecht Lose
Gesetzliche Krankenkassen müssen bevorstehendes Milliardenfdefizit ausgleichen Gesetzliche Krankenkassen müssen bevorstehendes Milliardenfdefizit ausgleichen Bildquelle: PIXABAY.COM

Magdeburg - Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" rechnen die gesetzlichen Krankenkassen mit einem Milliardendefizit, welches durch die Behandlung von Flüchtlingen verursacht wird. Um dieses Defizit auszugleichen, müßten entweder die Steuerzuschüße oder die Krankenkassenbeiträge angehoben werden.

Wenn "Flüchtlinge" eine Wartezeit von 15 Monaten durchlaufen haben, sollen sie in den Sozialsystemen den einheimischen Arbeitnehmern gleichgestellt werden. Somit erhalten sie dann ebenso Hartz IV, sollten sie nicht gleich eine Arbeit finden, was meistens der Fall ist. Damit einhergehend bekommen sie auch die vollen Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse, welche vom Bund getragen werden.

Schon allein die kostenlosen Zahnsanierungen für Asylbegehrende könnten in die Millionenbeträge gehen, wie Zahnärzte vermuten. Zudem befürchtet auch die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, daß durch den großen Bedarf an Zahnsanierungen bei Flüchtlingen entsprechende Kosten anfallen dürften. Experten schätzen  die anfallenden Kosten dafür in einer Höhe von 10.000 Euro pro Komplettbehandlung.

Wieviel ein "Flüchtling" im Monat der Krankenkasse kostet, kann noch nicht verlässlich beurteilt werden. Aber erste Erfahrungswerte aus Hamburg zeigen, daß sich die Kosten in derHöhe von 180 bis 200 Euro pro Monat bewegen könntenSomit ergäbe sich zwischen Beitrag und tatsächlichen Kosten für die Krankenversicherung eine monatliche Lücke von etwa 100 Euro im Monat beziehungsweise 1.200 Euro im Jahr. Da ein Hartz-IV-Empfänger vom Bund rund 90 Euro für die gesetzliche Krankenkasse erhält.  Bei Hunderttausend Flüchtlingen würde somit in der gesetzlichen Krankenversicherung ein Defizit von 120 Millionen Euro im Jahr enstehenWenn man dann noch bedenkt, daß spätestens im Laufe des Jahres 2017 eine Million Flüchtlinge die Wartezeit von 15 Monaten überschritten haben dürftenwürde die Lücke auf über eine Milliarde Euro anwachsen.

Bisher hatte der Bundesfinanzminister, Wolfgang Schäuble (CDU), sich ganz klar gegen weitere Steuerzuschüsse ausgesprochen, weshalb mit einer Beitragserhöhung zu rechnen sein wird. Und das, obwohl Verantwortliche der Asylkrise immer wieder beteuerten, daß es nicht zur finanziellen Mehrbelastung für die deutsche Bevölkerung durch Flüchtlinge kommen wird.

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