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Doppelte Staatsbürgerschaft:

Grüne Schizophrenie in Südtirol!

Montag, 24 August 2015 16:09 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Flagge Südtirols Flagge Südtirols

Bozen - Die im Landtag vertretene Bewegung Süd-Tiroler Freiheit und der Südtiroler Heimatbund (SHB) forcierten jüngst ihre Aktivitäten hinsichtlich ihrer Forderungen nach einer doppelten Staatsbürgerschaft für die Südtiroler. Aufsehen erregte diesbezüglich nicht zuletzt eine vom SHB angestoßene landesweite Plakataktion, die auch von den anderen deutschsprachigen Parteien unterstützt wurde. Noch im Herbst diesen Jahres sollen Gespräche in den Parlamenten in Wien und in Bozen stattfinden. Eine dezidiert gegensätzliche Position beziehen jedoch zu der Forderung nach der Doppelstaatsbürgerschaft die Grünen in Südtirol. Sven Knoll, der Landtagssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, bezichtigt die südtiroler Grünen der Schizophrenie. Währenddessen die Grünen in Österreich und ganz Europa für doppelte Staatsbürgerschaften eintreten und sie als Bereicherung für die Gesellschaft ansehen, versuchen die Grünen in Süd-Tirol den Menschen genau das Gegenteil einzureden.

Entgegen der grünen Behauptungen führt nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit die doppelte Staatsbürgerschaft keineswegs zu einer Spaltung der Gesellschaft, sondern würde - ganz im Gegenteil – eine Vorhandene Spaltung beenden helfen. Sie würde nämlich den Süd-Tirolern ihre Rechte zurückgeben und eine heute existierende Spaltung in Tiroler mit österreichischer Staatsbürgerschaft und Tiroler ohne österreichische Staatsbürgerschaft überwinden. Immerhin kamen auf ihrer Pressekonferenz die Grünen zumindest nicht darum umhin, offen zuzugeben, dass Italien die Autonomie immer wieder angreift und es durch die Rezentralisierung des Staates noch schlimmer kommen könnte. Allerdings vermögen Südtirols Grüne die naheliegende Argumentation nicht nachzuvollziehen, daß die Bundesrepublik Österreich gesetzt dem Fall der doppelten Staatsbürgerschaft argumentieren könnte, dass sie bei Angriffen Italiens gegen die Rechte der Süd-Tiroler ihre eigenen Bürger schützt. Italien könnte dann die Autonomie nicht so leicht in Frage stellen, wie es zurzeit der Fall ist.

Fest steht, daß andere europäische Staaten und vor allem Italien selbst schon längst ihren im Ausland lebenden Bürgern mit italienischer Abstammung die italienische Staatsbürgerschaft gewährt und ihnen sogar eine Vertretung im Parlament eingeräumt haben. SHB-Obmann Roland Lang bewertete die Aussagen der Grünen mit den Worten: „Wie sehr sie (gem. die Grünen) sich vorher in der Materie vertieft haben, zeigt ihre Unwissenheit.“

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