www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Realität überholt Grün:

Grüner Oberbürgermeister fordert Eindämmung des Asylbewerberzustroms!

Donnerstag, 22 Oktober 2015 23:24 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Oberbürgermeister Boris Palmer. Oberbürgermeister Boris Palmer. Quelle: tuebingen.de | Bild: Manfred Grohe

Tübingen - Bündnis90/Die Grünen sind ja bekannt dafür, sich zwar gerne für bedrohte Fledermäuse oder Käfer einzusetzen - wogegen an sich nichts einzuwenden wäre -, es jedoch beim Schutz für das eigene Volk sehr zu Wünschen übrig zu lassen. Dies zeigt sich nicht allein an bestandsgefährdenden familienpolitischen Verirrungen wie beispielsweise Homo-Ehen und liberale Abtreibungsbefürwortung, sondern ebenso an einer zuwanderungsexzessiven „Welcome-Refugees-Haltung“, nach der die ganze Welt zu uns eingeladen wird. Nur sieht die reale Welt anders aus, als die Halluzinationen einer Claudia Roth, und wo man in verantwortlicher Position die politischen Irrungen und Wirrungen auszubaden hat, da überholt die Realität schon einmal die grüne Ideologie. Aus der grünen Reihe fällt derzeit der Grünen-Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, demzufolge - im klaren Widerspruch zu Kanzlerin Merkel - „wir das nicht schaffen“.

Ohne ein Handeln der Politik prognostiziert Palmer ein Implodieren unseres Aufnahmesystems und des sozialen Friedens im Land. Die mehr als eine Million Flüchtlinge in diesem Jahr konterkarierten sämtliche Planungen und zwängen von einer Notlösung zur anderen. Folgerichtig führt der Tübinger Oberbürgermeister aus, daß über die Aufnahme von 10.000 Flüchtlingen täglich man nicht einmal ernsthaft zu reden brauche, da demnach in den nächsten zwölf Monaten 3,65 Mio. Menschen nach Deutschland kämen, wenn dieser Trend anhielte. Das dies nicht zu schaffen sei, äußerte Palmer via seiner Internetseite. Die wütenden Reaktionen seiner Parteifreunde aus der Bundestagsfraktion waren ihm gewiss. Im dortigen Elfenbeinturm lehnt man bar jeglichen Realitätssinns weiter eine Begrenzung des Zustroms an Flüchtlingen ab. Der parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck wirft dem bekannten grünen Kommunalpolitiker sogar vor, „auf der rechten Klaviatur zu spielen“. Tübingen liegt zwar in Baden-Württemberg und nicht in Bayern, dessen Grünen-Landesvorsitzender Dieter Janceck sich dennoch bemüßigt fühlte, ein Beispiel der Verinnerlichung des basisdemokratischen Verständnisses der Grünen an den Tag zu legen, indem er die Diskussion mit den Worten beendete: "Deutschland schafft das. Punkt."

Etwas mehr Realitätssinn und Bürgernähe würden den Grünen nicht schaden, denn immerhin stehen in Baden-Württemberg in Kürze Landtagswahlen an und mit ihrer migrationspolitischen Parteidoktrin dürfte kaum zu punkten sein. Die derzeitige Entwicklung könnte mitunter sogar zu einem wahlpsychologischen „Anti-Fukushima“ für die Grünen werden, das sie die Regierung kostet. Allerdings werden all diejenigen, welche die vergangene Zeit gegen die pädagogische Frühsexualisierung in den Lehrplänen auf die Straße gingen kaum zur Trauergesellschaft gehören, wenn eine ausreichende Zahl Wutbürger in Baden-Württemberg den Stimmzettel zum Strafzettel für die Regierung macht.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Schlagwörter: