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Nasrallah: „Täter haben den Propheten mehr in den Dreck gezogen als die Karikaturen“

Hizbollah und Teheran verurteilen Anschläge von Paris

Sonntag, 11 Januar 2015 21:53 geschrieben von  Johann W. Petersen
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Paris - Der Generalsekretär der libanesischen Hizbollah, Scheich Hassan Nasrallah, hat in einer Videobotschaft den Überfall auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ schärfstens verurteilt. Die gewalttätigen Aktionen von einigen muslimischen Militanten hätten dem Islam mehr Schaden zugefügt als die Menschen, die sie angegriffen haben. Die Täter hätten den Propheten Mohammed wesentlich stärker verächtlich gemacht als die Journalisten, die Karikaturen veröffentlicht hätten, um den Islam zu verspotten, so der schiitische Führer in Beirut.

Auch aus Teheran kamen deutliche Worte: Die Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marsieh Afcham, erklärte, Terroranschläge gegen unschuldige Menschen hätten nichts mit dem Islam zu tun und seien daher inakzeptabel. Zugleich wies sie darauf hin, dass die Beleidigung von Religionen und religiösen Persönlichkeiten unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ebenso inakzeptabel sei. Dies alles sei Folge des Extremismus, der in den letzten Jahren stark zugenommen habe. Die Politik habe darauf oft nicht eindeutig oder mit falschen Maßnahmen reagiert.

Letzte Änderung am Sonntag, 11 Januar 2015 21:56
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