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Asylpolitik

IG-Metall-Chef will fremdenfeindliche Arbeitnehmer feuern

Sonntag, 25 Oktober 2015 23:02 geschrieben von  Susanne Hagel
Logo der IG Metall Logo der IG Metall Quelle: igmetall.de

Berlin - Geht es nach dem IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sollen Arbeitgeber künftig fremdenfeindliche Arbeitnehmer kündigen. Er forderte die Gleichbehandlung von Asylanten und deutschen Arbeitnehmern.

Die Wirtschaft müsse deshalb kompromissloser gegen Fremdenfeindlichkeit innerhalb der Belegschaft vorgehen und Arbeitnehmer konsequent entlassen, wenn diese etwa offen rassistische und fremdenfeindliche Kommentare in sozialen Netzwerken veröffentlichen. „Es gibt null Toleranz gegen Rassismus. Wenn man in einem Betrieb zusammenarbeitet – und bei uns arbeiten oft Dutzende von Nationalitäten –, dann kann man nicht dulden, dass man mit rassistischen Pöbeleien, mit Fremdenfeindlichkeit einen Spalt zwischen den Belegschaften, den Kolleginnen und Kollegen zieht. Da sind wir sehr klar ganz entschieden“, betonte der neue Gewerkschaftschef.

„Wer hetzt, fliegt“, erklärte er. „Das muss jedem klar sein.“ Rassistische Äußerungen dieser Art seien nicht hinzunehmen. Arbeitgeber die aus diesen Gründen Personen entlassen, könnten mit dem Rückhalt der Gewerkschaft rechnen, so Hofmann.

Zudem sprach er sich gegen eine Aufweichung des Mindestlohns für Asylanten aus. Es dürfe keine Dumpinglöhne auf Kosten der Ausländer geben. Überdies wäre dies ein Mittel, um Einheimische und Asylanten gegeneinander auszuspielen. „Der Langzeitarbeitslose hier hat die gleichen Ansprüche und Chancen auf Förderung wie der Flüchtling, der zu uns kommt.“

Immer wieder war in den letzten Wochen der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde in Frage gestellt worden. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), als auch ihr Vize Sigmar Gabriel (SPD) hatten sich jedoch bereits gegen eine Aufweichung ausgesprochen.

Hofmann forderte vor allem eine zügige Ausbildung der Ausländer, denn „auch selbst wenn Flüchtlinge eine Ausbildung im Heimatland hatten, ist es oft nicht die Qualifikation, die heute hier adäquat abgefordert wird“. Ihm schweben ähnliche Förderprogramme wie die für Langzeitarbeitslose vor.

Letzte Änderung am Sonntag, 25 Oktober 2015 23:04
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