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Kampf um die Sprache:

In Süd-Tirol muss weiter um die Zweisprachigkeit gekämpft werden!

Donnerstag, 03 Dezember 2015 13:56 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Flagge Südtirols Flagge Südtirols

Bozen - Die Gleichbehandlung der deutschen Muttersprache wird für die Süd-Tiroler immer häufiger missachtet, womit nicht allein ein kultureller Anspruch, sondern reguläres Autonomierecht verletzt wird. Die Beispiele häufen sich. Vor kurzem fand die diesjährige Herbstmesse in Bozen statt, die laut Angaben der Veranstalter in diesen vier Tagen von über 45.000 Menschen besucht wurde. Für die Süd-Tiroler Freiheit ist es deshalb umso unverständlicher, warum die Eintrittskarten nur in italienischer Sprache erhältlich waren. Und neuerdings verfügen die Dienstfahrzeuge der Stadtpolizei Meran nur mehr über einsprachig italienische LED-Anzeigen. Diese Bestätigung erhielt der Meraner Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Christoph Mitterhofer, auf eine schriftliche Nachfrage. Mitterhofer reagiert mit Entsetzen auf diese Unterlassung, den die Stadtpolizei Meran nun teuer zu stehen kommen könnte, den für Verletzungen der Bestimmungen zur Zweisprachigkeit kann das Regierungskommissariat Strafen mit bis zu 2.500 Euro ausstellen.

Ausgerechnet bei der Post, eigentlich einer der Einrichtungen für Kommunikation schlechthin, treten wiederholt Probleme auf. Die Italienische Post wurde von der Süd-Tiroler Freiheit bereits mehrmals zur Einhaltung der Verpflichtung zur Zweisprachigkeit und zur Pflege eines guten Deutsch gemahnt. Unzählige Anfragen zu diesem Thema hat die Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit im Landtag eingereicht. Und aus den Antworten der Landesregierung geht zwar durchwegs hervor, dass man sich des Problems durchaus bewusst sei, doch positive Ergebnisse ließen weiterhin auf sich warten, wie aktuell Cristian Kollmann, Sprachwissenschaftler und Pressesprecher der Landtagsfraktion, bemängelt. Die Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit wollen in einer Anfrage an die Landesregierung erneut wissen, warum sich die Italienische Post mit der deutschen Sprache immer noch so schwer tue und welche Alternativmaßnahme die Landesregierung vorschlage, wenn sämtliche Interventionen ins Leere verlaufen.

Cristian Kollmann gibt sich wenig zuversichtlich. Er schreibt: „So lange die Italienische Post in Südtirol immer noch beim italienischen Staat ist, wird sich an der sträflichen Vernachlässigung der deutschen Sprache wohl nichts ändern.“

Die Süd-Tiroler Freiheit wird in diesem Monat deshalb verstärkt auf das Thema aufmerksam machen und Aktionen für den Schutz der Muttersprache bzw. Gleichstellung der Sprachen als wichtigste Säule der Autonomie starten. - Das höchste kulturelle Gut eines Volkes ist zweifelsohne seine Muttersprache, weshalb allein dieser mangelnde Respekt des italienischen Staates davor schon ausreicht, im gesamttiroler Sinne dem „Los-von-Rom“ zuzusprechen!

Letzte Änderung am Freitag, 04 Dezember 2015 13:59
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