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Gesellschaftspolitik...versagen?

Ir(r)land ist überall – Homo-Ehe auf dem Vormarsch!

Mittwoch, 27 Mai 2015 19:26 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Flagge von Irland Flagge von Irland

Dublin - Die Ampeln stehen wohl bald allerorten auf schwul! Nachdem sich nun ein Referendum in Irland mehrheitlich für die sogenannte Homo-Ehe aussprach, werden auch in Deutschland die Stimmen der Befürworter gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verstärkt laut. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hatte sich bereits im Koalitionsvertrag auf eine Vereinheitlichung derartiger Beziehungen mit der Ehe verständigt. Und wenn auch in der Politik so häufig Vieles lediglich Ankündigungsrhetorik bleibt, was jedoch die Transformation - man könnte auch sagen Zersetzung - tradierter gesellschaftlicher Strukturen anbelangt, wird man leider stets konkret. So auch auf diesem Feld: In 23 verschiedenen Gesetzen und Verordnungen sollen nun die Vorschriften für die klassische Ehe auf die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ausgedehnt werden, um somit die Gleichstellung zu befördern. Den diesbezüglichen Gesetzentwurf wird Justizminister Heiko Maas (SPD) an diesem Mittwoch, den 27.05. vorlegen, womit das Ende der schwul-lesbischen Politik noch nicht ihr Ende gefunden haben dürfte. Der Justizminister bezeichnet dies wörtlich als einen weiterer Schritt auf dem Weg zur umfassenden Gleichstellung.

Wer glaubt, dies würde in „good old Germany“ einzig seitens der links-grünen Opposition bzw. den Sozis vorangetrieben, irrt leider gewaltig. Selbst beim Freudentaumel des bislang weniger bekannt gewordenen Verbandes der Lesben und Schwulen in der CDU, der unmittelbar eine Öffnung der Union bei diesem Thema einforderte, bleibt es nicht. Sogar bis in die CDU-Parteispitze reicht die homophile Gesinnung. Die Worte "Man sollte denken, was die katholischen Iren können, können wir auch" stammen aus dem Munde des CDU-Präsidiumsmitglieds Jens Spahn und wurden keineswegs klammheimlich hinter vorgehaltener Hand, sondern gegenüber der Zeitung „Welt“ geäußert. Ob dieser seine vermutlich nur pseudobürgernahem Kokettieren geschuldete Äußerung, die Bevölkerung sei „oft weiter, als wir denken“ ebenso betreffend abweichender Meinungsbilder bezüglich der Asyl- und/oder Euro-Politik aufrechterhalten würde, dürfte zu bezweifeln sein. Vielmehr ist anzunehmen, daß wir nur einen weiteren Schritt des Aufgebens konservativer Positionen der beiden Unionsparteien gegenüber dem sich lautstark artikulierenden linken Zeit(un)geist erleben.

Man darf gespannt sein, wie lange es dauern wird, bis die voll Gleichstellung inklusive des Adoptionsrechts Gesetz ist. Schritt für Schritt gelangen wir in die „tolerante Gesellschaft“, die in ihrer Duldsamkeit nur noch gesellschaftlichen Konsens duldet und jegliche abweichende Kritik als Phobie - ob xenophob oder homophob - politisch stigmatisiert. Es stellt sich die Frage, wo eigentlich die Konservativen in diesem Land stehen?

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