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Eidgenössische Sorgen

IS-Anhänger planten Anschlag in der Schweiz

Donnerstag, 25 September 2014 17:13 geschrieben von  Torsten Müller
Flagge der Schweiz Flagge der Schweiz

Bern - Wie gefährlich der islamistische Terror auch für Deutschland werden kann, wurde durch Medienberichte der letzten Tage einmal mehr deutlich. Drei Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) wurden festgenommen, weil sie in der Schweiz einen Terroranschlag geplant haben sollen. Bereits seit März sitzen die drei Iraker im Gefängnis. Nur ein Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes half den Ermittlern Schlimmeres zu verhindern. Der ausländische Partnerdienst hatte die Telekommunikation der drei Iraker überwacht und ist dadurch auf Hinweise gestoßen, dass sie einen Anschlag in der Schweiz planten.

Den Verdächtigen wird zur Last gelegt, dass sie mit Sprengstoff und giftigen Gasen versucht haben, „in verbrecherischer Absicht die öffentliche Sicherheit“ zu gefährden. Weitere Vorwürfe gegen die Inhaftierten sind Mitgliedschaft und Unterstützung einer kriminellen Organisation, Gewaltdarstellung und Pornographie mit Minderjährigen. Zu dem konkreten Verfahren wollte sich die Bundesanwaltschaft nicht äußern. Sie räumte aber ein, dass von ihr derzeit etwa 20 Fälle mit Bezug zum islamischen Dschihadismus bearbeitet werden. Den Verdächtigen wird auch vorgeworfen, dass sie ihre islamistischen Gesinnungsgenossen im Nahen Osten finanziell und logistisch unterstützt hätten.

Die Bundesanwaltschaft lässt bisher keine näheren Informationen verlautbaren, weil sie Rücksicht auf die Verdunklungs- und Fluchtgefahr möglicher Komplizen nehmen muss.

Bisher ist nicht klar, wie weit die Pläne des Islamisten-Trios bereits gediehen sind. Den Behörden liegen mehrere Hinweise vor, dass sie planten, das Material für die Tat aus dem Ausland zu beschaffen. Die inhaftierten Islamisten sind zwischen 28 und 33 Jahre alt, einer ist Asylbewerber.

Auch in Australien gilt seit dem 12. September erhöhte Terrorgefahr, nachdem die Polizei einen IS-Anhänger erschossen hat, der Polizeibeamte mit einem Messer angegriffen hatte.

Die Ausbreitung der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und die den Konfliktimport ermöglichende Einwanderungspolitik werden die Staaten Europas bzw. des gesamten, so genannten Westens vor neue Herausforderungen stellen. Je mehr Zuwanderer aus dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland und Europa kommen, desto größer wird auch die Gefahr islamistischer Anschläge hierzulande.

Die Politik wird dies künftig berücksichtigen müssen.

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