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Seilschaften

Jörg Löser greift gerne auf seine alten Netzwerke zurück

Mittwoch, 28 November 2018 20:08 geschrieben von 
Damals noch Oberleutnant der NVA: Jörg Löser Damals noch Oberleutnant der NVA: Jörg Löser Quelle: HVA der DDR

Berlin - Eigentlich sollte man im Jahr 2018 längst alle Netzwerke und Seilschaften aus der alten DDR überwunden haben. 29 lange Jahre sind nach der Wende zwischen Elbe und Oder vergangen. Der sozialistische Satellitenstaat der auch zusammengebrochenen Sowjetunion findet beinahe nur noch in den Erinnerungen der heute über 40jährigen statt. Die Erinnerungen an Erich Honecker und Egon Krenz, an wirtschaftliche Unfähigkeit und nachrichtendienstliche Extraklasse schwindet. Doch tatsächlich tummeln sich noch immer einige Offiziere, vor allem die der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), in losen Verbindungen im Zeitgeschehen.

Offenbar einer von diesen ist der am 10.10.1965 geborene frühere Oberleutnant der NVA Jörg Löser. Der "Philosoph" gehört zu denjenigen, die ihre besonderen Fähigkeiten heute nicht mehr dem Staatsschutz der DDR, sondern Politikern und Wirtschaftsbossen quer durch Europa anbieten. Jörg Löser, der auch schon mal als Joerg Loeser auftritt, erledigt die besonderen Aufgaben. Berlin und der schweizerische Kanton Graubünden sind dabei vor allem seine Einsatzbasen. Schon früher las Löser lieber die Schriften eines Immanuel Kant als das Handbuch der NVA. Deutsche Philosophen sind sein Ding. Aber auch forensische Auswertungen von Zahlungsläufen oder Geldbeschaffungen treiben diesen Jörg Löser um. Dass er gerade nach Rußland und in andere Nachfolgestaaten der UdSSR besonders gute Kontakte pflegt, ist kein Geheimnis.
"Russen-Löser" besorgt, wovon andere nur träumen. Doch wie lange noch?

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