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Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Kein Geld für die Vorsorge

Dienstag, 28 Oktober 2014 09:45 geschrieben von  Susanne Hagel
Kein Geld für die Vorsorge Quelle: dsgv.de

Magdeburg - Laut einer Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands legt jeder Dritte kein Geld mehr fürs Alter zurück - weil er es sich schlicht nicht leisten kann.

Während noch vor zwei Jahren nur jeder Fünfte auf die Vorsorge verzichtete, stieg die Zahl derer, die sich das Sparen für schlechtere Zeiten finanziell nicht mehr leisten können. Jeder Zehnte macht sich große Sorgen um seine Finanzen. Vor allem unter Geringverdienern, die weniger als tausend Euro im Monat verdienten, verzichtet über die Hälfte darauf, etwas zur Seite zu legen. Vierzig Prozent der Befragten, weil sie es sich nicht leisten können. Bei den Besserverdienenden lag die Zahl derer, die nicht vorsorgen, bei 21 Prozent.

Vor allem die Gruppe der 14 bis 29-Jährigen kümmere sich schlecht um ihre Absicherung, so die Studie. Hier lege nur jeder Zweite (50 Prozent) etwas zurück. 2013 hatten nur 26 Prozent die Vorsorge vernachlässigt. Neben der Begründung, sich Sparen nicht leisten zu können, gaben viele auch an, sie hätten sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt.

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon sieht in der Entwicklung eine "schleichende Entwertung des Sparprozesses in Deutschland". Dem müsse gegengesteuert werden. "Gerade mit Blick auf mittlere und einkommensschwache Haushalte muss die Bedeutung des Sparens als Maßnahme zum Vermögensaufbau wieder besonders betont werden."

Die repräsentative Umfrage wurde von dem Institut Icon durchgeführt. Dazu wurden zweitausend Deutsche ab vierzehn Jahren befragt.

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