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Attacke auf Freiberger Supermarkt

Kinderfest muss wegen aggressiven Asylanten ausfallen

Donnerstag, 17 September 2015 04:08 geschrieben von  Susanne Hagel
Obermarkt mit Rathaus Obermarkt mit Rathaus Quelle: de.wikipedia.org | Andreas Praefcke | CC BY 3.0

Freiberg - Nachdem er bereits am vergangenen Freitag mit einem Komplizen mehrfach straffällig geworden war und schließlich von der Freiberger Polizei verhaftet wurde, attackierte genau jener Asylantragsteller aus Libyen nur einen Tag später erneut die Mitarbeiter des Supermarktes. Weil er bewaffnet war, riet die Polizei dazu, ein für den Nachmittag geplantes Kinderfest sicherheitshalber abzusagen.

„Mir fehlen die Worte, und vor allem habe ich kein Verständnis für unsere Justiz, die den Täter, der bereits gestern Angestellte und Polizei bedroht hat, nicht in Haft behielt“, kritisierte der Freiberger Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD). „So werden wir unsere Bürgerinnen und Bürger nicht schützen und die Arbeit der Polizei verpufft.“

Besagter Asylant war bereits am Freitag gemeinsam mit einem weiteren Asylbewerber beim Klauen in dem Supermarkt erwischt und des Ladens verwiesen worden. Doch das Hausverbot interessierte die beiden Männer wenig: Mehrfach kamen sie am Freitag zurück, um Mitarbeiter des Supermarktes zu bedrohen. Dabei setzten sie Pfefferspray und eine Machete ein. Die Marktleitung rief schließlich die Polizei hinzu. Dabei widersetzte sich der zweite Asylant der Festnahme und attackierte die Polizisten mit Steinen bis einer der Beamten einen Warnschuss abgab. Dann floh der mit einer Machete Bewaffnete. Der andere wurde auf das Revier verbracht  – um ihn nach der Aufnahme der Personalien wieder gehen zu lassen. Prompt stand der aggressive Libyer am Samstag erneut im Laden. Nachdem ihn der Ladendetektiv des Marktes verwies, warf dieser mit einer Milchtüte und verliess lautstark drohend den Supermarkt. Auf dem Parkplatz präsentierte er ein Messer, welches er unter seiner Jacke getragen hatte. Die herbeigerufene Polizei bewachte von da ab zwar mit zwei Streifenwagen den Supermarkt, das Fest wurde aus Sicherheitsgründen dennoch abgesagt.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, Untersuchungshaft sei nicht möglich gewesen, weil diese nur bei Mord, Totschlag, schwerer Brandstiftung, Bildung terroristischer Vereinigungen, bei Fluchtgefahr und der Gefahr, dass schwere Straftaten wiederholt werden könnten, angeordnet werden dürfe. „Die Beschuldigten sind nach derzeitigem Stand des Diebstahls, der Bedrohung und eventuell des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verdächtig“, erklärte eine Sprecherin. „Da die Beschuldigten weder unter Androhung von Gewalt einen Diebstahl begangen, noch Gewalt angewandt haben“, um an das Diebesgut zu gelangen, ließe sich der Fall nicht als Raub oder räuberischen Diebstahl einordnen. Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, gebe es bei der Suche nach seinem Komplizen Fortschritte. „Wir wissen, um wen es sich handeln soll“, erklärte er. „Die Sache ist bei uns hochangehängt.“

Wie Andreas Winkler, Filialleiter eines benachbarten Supermarktes, erklärte, spitzt sich die Situation in Freiberg immer weiter zu. Auch sein Markt leidet unter vermehrtem Diebstahl, oftmals würden Packungen einfach aufgerissen und sich an der Ware bedient. „Wir werden angespuckt und beschimpft“, schildert Winkler. Erst vor kurzem sei einer Mitarbeiterin ins Gesicht geschlagen worden. Die Täter kommen dabei immer wieder – die herbeigerufene Polizei interessiert die Asylanten nicht. Er rufe die Polizei nun schon gar nicht mehr. Stattdessen habe er einen privaten Sicherheitsdienst engagiert.

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