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„Relativ massive Ausschreitungen“

Linke Randale zum 1. Mai in Hamburg

Samstag, 02 Mai 2015 23:09 geschrieben von  Dirk Schneider
Randale Randale Quelle: pixabay.com

Hamburg - Alljährlich kommt es in mehreren deutschen Städten am 1. Mai zu schweren linksextremistischen Ausschreitungen. So auch dieses Jahr wieder in Hamburg. Die Hamburger Polizei spricht in diesem Zusammenhang von „relativ massiven Ausschreitungen“. Laut Polizeisprecher Mirko Streiber seien die Krawalle so intensiv wie im letzten Jahr gewesen. Erstmals kam es zu zwei revolutionären 1. Mai-Demos in Hamburg, weil inhaltliche Differenzen zu einer Spaltung des linksextremistischen Lagers der Hansestadt geführt haben. Die Polizei war mit etwa 1.900 Beamten im Einsatz. 400 Kollegen aus Schleswig-Holstein und der Bundespolizei verstärkten die Hamburger Einsatzkräfte. Insgesamt wurden 38 Personen in Gewahrsam genommen, gegen 22 Linksextremisten wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet und 18 Personen wurden festgenommen. Im Laufe des Abends sollen 34 Polizisten verletzt worden sein. Im vergangenen Jahr kam es zu 15 Festnahmen, 70 Polizisten wurden verletzt.

Im Laufe der Demonstration holte die Polizei einen Teil der Randalierer „wegen fortgesetzter Straftaten aus dem Aufzug heraus“. Böller, Flaschen und Steine trafen auf Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer. Am Rande der Demonstration wurde auch eine Tankstelle geplündert, vor allem Alkohol wurde erbeutet.

Zeitgleich zur Hauptdemonstration kam es sowohl auf St. Pauli als auch im Schanzenviertel zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und kleineren Gruppen von Linksextremisten. So wurden Müllcontainer angezündet, ein Motorradpolizist wurde mit Steinen und Flaschen angegriffen. Erst in der Nacht ebbten die Randale ab.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft sprach in diesem Kontext von einer „ritualisierten Krawall-Orgie“, die nun die härtesten Maßnahmen zur Folge haben müsse, die der Strafrahmen hergibt. Laut dem Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft, Joachim Lenders bedarf es dafür keiner schärferen oder neueren Gesetze.

Auch in Berlin und anderen Großstädten kam es wieder einmal zu Ausschreitungen, die Polizei jedoch reagiert auf die zunehmende Gewalt mit Zurückhaltung. Die politisch gewollte Taktik lautet Deeskalation, was zur Folge hat, dass ein fast schon rechtsfreier Raum entstanden ist, in dem Linksextremisten sich ausleben können. Die meisten Strafverfahren werden im Nachgang eingestellt, der Rechtsstaat scheint auf dem linken Auge erblindet zu sein.

Die Leidtragenden dieser Vogel-Strauß-Politik sind alljährlich die Einsatzkräfte der Polizei, die stillhalten und sich verletzen lassen müssen.

Letzte Änderung am Sonntag, 03 Mai 2015 07:18
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